"Es ist ein besonderer Tag", betonte Arbeloa, der aus der zweiten Mannschaft der Königlichen befördert wurde: "Wie alle Tage, an denen ich Teil von Madrid war. Ich bin seit 20 Jahren in diesem Verein. Es ist der beste Verein der Geschichte. Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst und freue mich sehr darauf." Er wisse, dass es bei den Königlichen nur darauf ankomme, "zu gewinnen, zu gewinnen und wieder zu gewinnen. Das liegt uns im Blut".
Von seinen 20 Jahren bei Real, in denen er unter anderem 238-mal selbst das Trikot trug, verbrachte er auch einen Großteil der Zeit an der Seite von Xabi Alonso. Auch in seiner kurzen Zeit beim FC Liverpool kreuzten sich die Wege der beiden - entsprechend verbindet beide eine enge Freundschaft, aus der Arbeloa auch keinen Hehl machte. Entsprechend haben beide auch bereits Kontakt miteinander gehabt. "Ich habe mit Xabi gesprochen. Jeder hier weiß, wie sehr ich ihn schätze und liebe. Und das wird auch weiterhin auf Gegenseitigkeit beruhen."
Xabi Alonso habe ihm "alles Gute gewünscht, und umgekehrt wäre es genauso gewesen. Unsere Freundschaft steht über vielen Dingen, und ich wünsche ihm alles Gute, denn er ist ein großartiger Trainer. Wir werden weiterhin zusammenarbeiten."
Schwierige Real-Kabine "nichts, was mich sonderlich beunruhigt"
Xabi Alonso war am Montag nach nur einem guten halben Jahr im Amt infolge der Supercopa-Finalpleite gegen den FC Barcelona schon wieder entlassen worden. In seinem knapp halben Jahr soll er mitunter daran gescheitert sein, dass er ein schwieriges Verhältnis zu mehreren Stammkräften gehabt haben soll - immer wieder war dabei auch von einer "schwierigen Kabine" die Rede.
Die öffentlichen Diskussionen darum lassen seinen Nachfolger hingegen kalt. "Das ist nichts, was mich sonderlich beunruhigt", so Arbeloa: "Wir haben einen Kader mit großartigen Spielern, die alle sehr nette Jungs sind. Niemand ist mehr daran interessiert, Titel zu gewinnen, als die Spieler selbst. Ich weiß, wie es ist, Spieler von Real Madrid zu sein. Ich habe ihnen heute Morgen gesagt, dass die beste Zeit meines Lebens die bei Real Madrid war."
Für wie lange der Posten von Arbeloa bei Real angedacht ist, darüber gab auch er - wie bereits der Verein - keine Auskunft. Er könne sich aber auch ein dauerhaftes Engagement vorstellen. "Ich bin seit 20 Jahren hier und werde bleiben, solange Madrid mich will. Hier bin ich zu Hause, so empfinde ich es."
Arbeloa kündigt an: "Alle fangen bei null an"
Um so lange wie möglich zu bleiben, wird Arbeloa sem Verein seinen eigenen Stempel aufdrücken müssen. Angesprochen auf die Einflüsse von José Mourinho entgegnete der 42-Jährige. "Es war ein Privileg für mich, mit ihm zu trainieren, ich habe ein großartiges Verhältnis zu ihm. Er hat mich sehr beeinflusst, aber wenn ich versuchen würde, er zu sein, würde ich spektakulär scheitern. Ich bin Arbeloa."
Einen ersten Eindruck vom neuen starken Mann an der Seitenlinie wird es bereits am Mittwoch (21.00 Uhr, LIVE! bei kicker) geben, dann trifft Real im Achtelfinale der Copa del Rey auf den Zweitligisten Albacete Balompie. "Alle fangen bei null an, es ist ein Neuanfang", kündigte er an: "Alle Spieler sind hoch motiviert, sie haben mir diese Begeisterung gezeigt."