Es ist fast genau ein Jahr her. Am 28. Oktober feierte Lisanne Gräwe ihr Debüt im Trikot der Nationalmannschaft beim 1:2 gegen Australien in Duisburg. 45 Minuten kommt die Frankfurterin im Mittelfeld zum Einsatz, musste dann für Lina Magull Platz machen. Am 29. November beim 6:0-Erfolg in der Schweiz wurde Gräwe in der 77. Minute für Elisa Senß eingewechselt und am 2. Dezember beim 1:2 gegen Italien in Bochum spielte sie in der zweiten Hälfte.
Danach endet die Karriere der 22-Jährigen im DFB-Team. In diesem Jahr wurde Gräwe nicht mehr von Christian Wück nominiert. Kontakt zum Bundestrainer gibt es aktuell nicht, erzählt die Frankfurterin. Die Hoffnung auf eine Rückkehr in den DFB-Kader hat sie aber nicht aufgegeben,. "Das ist kurz oder langfristig mein Ziel", erklärt Gräwe. "Die Basis ist es, im Verein gut zu spielen. Ich muss konstant Leistung bringen. Der Rest kommt von ganz alleine."
"Spiel des Jahres" für Gegner Slovacko
Die nächste Chance, um sich beim Bundestrainer positiv in Erinnerung zu bringen, hat Gräwe am Mittwochabend (19 Uhr), wenn die Eintracht im neu geschaffenen UEFA Women's Europacup den 1. FC Slovacko aus Tschechien im Stadion am Brentanobad empfängt. "Wir wollen für uns, den Verein und Fußball-Deutschland tolle Leistungen zeigen", kündigt Niko Arnautis an.
Der Eintracht-Coach will die "bestmögliche Ausgangsposition" für das Rückspiel in der 2. Runde eine Woche später erreichen und in dem Wettbewerb überwintern. "Für unseren Gegner ist es das Spiel des Jahres. Sie werden uns alles abverlangen. Wir gewinnen nicht nebenbei, müssen konzentriert sein", fordert Arnautis. Er sei aber guter Dinge, dass "wir ein tolles Heimspiel zeigen werden". Mit dem Aus in der Qualifikation für die Champions League gegen Real Madrid will sich der 45-Jährige nicht mehr beschäftigen. Er sagt: "Wir haben nicht lange getrauert. Ich bin ein Mensch, der immer nach vorn schaut. Wir sind froh, dass wir jetzt noch diesen Wettbewerb haben."
In der Bundesliga ist die Eintracht noch nicht am Maximum angekommen. Am vergangenen Freitag siegten die Frankfurterinnen aber mit 3:1 im Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena. Dor Vorjahresritte belegt nach fünf Spieltagen mit neun Punkten Tabellenplatz 5. "Es gibt noch ein paar Dinge, an denen wir arbeiten müssen", weiß Lisanne Gräwe. Dazu zählen laut Arnautis die Chancenverwertung und das Verteidigen im Kollektiv.