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Auch der Gegner schwärmt von Kiteishvili: Sturm bereit für CL-Quali

kicker

Einen Fehlstart weggesteckt und mit Spiellaune noch souverän drei Punkte eingefahren: Sturm Graz hat nach dem 3:1-Erfolg bei Aufsteiger Ried positiv bilanzieren können. "Natürlich war es ein wichtiger Sieg, wir nehmen ein gutes Gefühl mit", betonte Otar Kiteishvili. Der Georgier ist Sturms Torgarant, er unterstrich einmal mehr, warum er in den vergangenen beiden Saisonen Ligaspieler des Jahres war. Nun soll der Offensivmotor auch in der Champions-League-Quali glänzen.

Am Mittwoch bei Bodö/Glimt auf Kunstrasen und am Dienstag darauf in Klagenfurt geht es im Play-off um den Einzug in die "Königsklasse". "Wir werden zwei Topleistungen brauchen, um in die Champions League einzuziehen, das ist das erklärte Ziel", sagte Sturm-Trainer Jürgen Säumel. Man habe vergangenes Jahr bewiesen, dass man auch auf diesem Niveau mithalten könne. "Wir fliegen voller Selbstvertrauen hin, legen das Hauptaugenmerk auf unser Spiel." Gegenüber der Ried-Partie sei auch aufgrund des Einsatzes der Viererkette beim norwegischen Gegner "sicherlich ein anderes Spiel" zu erwarten.

Senft schwärmt von Kiteishvili: "Über den Dingen"

In jenes im Innviertel startete der Titelverteidiger "mit Problemen", wie Säumel zugab. Auf den Nackenschlag des 0:1 durch die Sturm-Leihgabe Peter Kiedl (13.) folgte aber gleich der Ausgleich durch Kiteishvili (16.). "Dann sind wir in Spiellaune gekommen. Dass wir sehr viel Qualität in der Mannschaft haben, haben wir zeigen können. Die Phase vor der Halbzeit war sehr gut", resümierte der Steirer. Max Johnston (31.) und nochmals Kiteishvili (44.) waren da erfolgreich. "Der entscheidende Punkt war, dass wir in der ersten Hälfte gut durch die letzte Linie gekommen sind", resümierte Kiteishvili.

Auch in seinem 4. Saison-Pflichtspiel traf der 29-Jährige, erstmals doppelt. "Man hat auch heute wieder gesehen, dass er nicht umsonst zuletzt bester Spieler der Saison war", meinte Säumel. Der Mittelfeldspieler gehe voran, ohne ein Lautsprecher zu sein. "Ich bin auch von seiner menschlichen Art und Weise beeindruckt", betonte der Sturm-Coach. Sein Gegenüber schwärmte auch vom Matchwinner. "Kiteishvili war noch einmal über den Dingen", sagte Maximilian Senft.

Grgic und Böving angeschlagen, Ried mit Derby-Triple

Der herausragende Akteur wurde im Finish ausgetauscht, ohne angeschlagen zu sein. Leon Grgic und William Böving trugen kleine Blessuren davon. "Wir haben eine Truppe, die über die Schmerzgrenze gehen kann, ich mache mir für Mittwoch keine Sorgen", gab Säumel Entwarnung. Noch kann er auf Böving bauen. Sport-Geschäftsführer Michael Parensen wollte im Sky-Interview bezüglich eines Abgangs keine "Wasserstandsmeldungen" abgeben. Selbst wolle man noch was machen. "Aktuell ist es am Transfermarkt aber nicht so einfach", verlautete der Deutsche. Austria-Stürmer Maurice Malone sei "aktuell kein Thema".

Die Rieder sind auch nach Runde drei sieglos. Im Gegensatz zum 0:1 in Altach sei die Leistung laut Senft diesmal "in Ordnung" gewesen. "Wir wollen eine 1:3-Niederlage nicht schönreden, aber wir hatten in der 2. Halbzeit ein klares Chancenplus, man kann daher sagen, dass wir auf Betriebstemperatur sind", meinte der 36-Jährige. Die Wochen der Wahrheit warten nun, stehen doch mit Blau-Weiß Linz (Samstag), Union Gurten (Cup/26. August) und dem LASK (30. August) drei Auswärts-Derbys in Folge an. "Das wird richtig cool, da wollen wir zeigen, was wir draufhaben", bekräftigte Senft.