Wie lief die vergangene Saison?
Am Ende reichte es für die Meisterschaft. Punktgleich mit dem 1. FC Nürnberg lief Union Berlin ein. 62 Punkte aus 26 Spielen hatten die beiden Konkurrenten gesammelt. Meister wurden die Berlinerinnen aufgrund der besseren Tordifferenz und stellten mit Lisa Heiseler auch noch die beste Goalgetterin der 2. Liga (22 Treffer). Der Aufstieg in die Erstklassigkeit stand für beide Mannschaften schon drei Spieltage vor dem Saisonende fest. Union gelang sogar der Durchmarsch von der Regionalliga bis ins Oberhaus.
Was war auf dem Transfermarkt los?
Die Berliner sind kein "normaler" Aufsteiger. Das unterstreichen die Aktivitäten auf dem Transfermarkt deutlich. Der Liga-Neuling konnte mit Sophie Weidauer von Werder Bremen, Tanja Pawollek und Anna Aehling von Eintracht Frankfurt sowie Samantha Steuerwald und Eileen Campbell vom SC Freiburg erfahrene Bundesliga-Spielerinnen in die Hauptstadt locken. Ailien Poese trainiert die Berlinerinnen, die ihre Heimspiele im Stadion An der Alten Försterei austragen werden, schon seit der Saison 2023/24.
Auf wen kommt es besonders an?
Mit Pawollek gelang Union ein bemerkenswerter Einkauf: Die polnische Nationalspielerin war Kapitänin in Frankfurt und hat mit der Eintracht schon in der Champions League gespielt. Die 26-Jährige soll im defensiven Mittelfeld das Spiel lenken. Mit der deutschen U-23-Nationalspielerin Weidauer und der österreichischen Nationalspielerin Campbell hat der Aufsteiger zwei hoffnungsvolle Offensiv-Spielerinnen verpflichtet.
Die kicker-Prognose
Klar ist: Mit diesem Kader muss sich der Aufsteiger aus dem Berliner Stadtteil Köpenick keinerlei Sorgen um den Klassenerhalt machen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Mannschaft im Oberhaus zurechtfindet und die Mechanismen auf dem Platz greifen. Gelingt die sportliche Integration der Neuzugänge schnell, ist dem 1. FC Union sogar ein Platz in der oberen Tabellenhälfte zuzutrauen. Die Unterstützung rund um das Team könnte zudem helfen: 3000 Dauerkarten sind bereits verkauft.