Der 19-jährige Verteidiger, Sohn eines Schweizers und einer Kamerunerin, zeigte sich von Anfang an überzeugt von seinem Wechsel. "Ich wäre gerne bei Luzern geblieben, aber man weiss nie, wann man eine solche Chance noch einmal erhält", erklärte Britschgi im Gespräch mit dem Blick. Sein Mut wurde schnell belohnt: Bei seinem Debüt im italienischen Pokal gegen La Spezia erzielte er prompt sein erstes Tor für Parma.
Besonders beeindruckend war Britschgis Leistung im jüngsten Ligaspiel gegen den AC Milan, wo er beide Tore beim 2:2-Unentschieden vorbereitete. Der junge Schweizer zeigte sich begeistert von der Erfahrung, gegen Topstars wie Luka Modric und Rafael Leao zu spielen. "Das war cool und gibt natürlich zusätzlich Motivation", so Britschgi.
Seine Entwicklung verdankt Britschgi zum grossen Teil der Nachwuchsarbeit des FC Luzern. Er lobt die familiäre Atmosphäre und individuelle Förderung im Verein. Besonders hebt er die Rolle von Trainer Mario Frick hervor, der jungen Talenten Chancen gibt. "Ich habe ihm und dem Verein sehr viel zu verdanken", betont Britschgi.
In Italien musste sich der Verteidiger schnell an das höhere Niveau anpassen. "Der grösste Unterschied liegt im taktischen Bereich, sowohl defensiv als auch offensiv wird sehr viel daran gearbeitet", erklärt er. Seine Vielseitigkeit und Beidfüssigkeit überzeugten Trainer Carlos Cuesta rasch, sodass Britschgi sich einen Stammplatz erkämpfen konnte.
Neben dem Fussball spielt auch der Glaube eine wichtige Rolle in Britschgis Leben. Er betet regelmässig und findet Inspiration in der Bibel sowie in Erfahrungsberichten ehemaliger Profis. Trotz seines schnellen Aufstiegs bleibt der junge Spieler bodenständig. Seine Devise lautet: "Den Moment leben, geniessen und einfach Fussball spielen."
Aktuell bereitet sich Britschgi mit der Schweizer U21-Nationalmannschaft auf die EM-Qualifikationsspiele vor. Ein Aufgebot für die A-Nationalmannschaft bezeichnet er als seinen Traum, lässt sich aber von seinem rasanten Aufstieg nicht aus der Ruhe bringen.