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Ausnahmezustand in Stuttgart: VfB rät zur pünktlichen Anreise

kicker

Nach eigenen Angaben bereitet sich der VfB Stuttgart bereits seit der Europa-League-Auslosung im August auf die Partie gegen Maccabi Tel Aviv vor. Denn der Gaza-Krieg führt im Fußball, wie auch in anderen Sportarten, immer wieder zu propalästinensischen Protesten bei Sportereignissen mit israelischer Beteiligung wegen des israelischen Vorgehens im Gazastreifen.

"Mit dem Heimspiel gegen Maccabi Tel Aviv verbinden wir nicht nur einen europäischen Fußballabend, sondern auch die Verantwortung, ein Zeichen für Respekt und ein faires Miteinander zu setzen", wird Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle vom VfB zur Thematik zitiert. "Die MHP Arena ist und bleibt ein Ort des Fußballs, der Fankultur, der positiven Emotionen und der Gastfreundschaft - Fußball soll verbinden und nicht trennen."

Deshalb sind in Stuttgart, anders als zuletzt etwa bei Aston Villa, die Fans von Maccabi nicht ausgeschlossen. Die Polizei in Birmingham habe Ausschreitungen befürchtet. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hatte den Ausschluss der Fans kritisiert. Um einen reibungslosen Ablauf rund um das Spiel am Donnerstagabend (LIVE! bei kicker ab 18.45 Uhr) in Stuttgart zu gewährleisten, habe sich der Klub intensiv mit Maccabi Tel Aviv, der UEFA, der Stadtverwaltung, der Polizei und allen weiteren Blaulichtorganisationen ausgetauscht und ein Sicherheitskonzept erarbeitet.

Das bleibt allerdings nicht ohne Folgen für die Fans, denn die Einlasskontrollen werden aus Sicherheitsgründen intensiviert. Die Arena öffnet bereits zwei Stunden vor dem Spiel und alle Zuschauer werden aufgerufen, rechtzeitig anzureisen, da mit längeren Wartezeiten gerechnet werden müsse. Wer nach 17.15 Uhr am Stadion eintreffe, müsse damit rechnen, den Anpfiff des Spiels zu verpassen.

"Polizei wird sichtbar bewaffnet starke Präsenz zeigen"

Außerdem werden beim Einlass flächendeckend Metalldetektoren zum Einsatz kommen. Taschen, Rucksäcke, Handtaschen und Bauchtaschen jeglicher Art und Größe sind verboten. Für alle Besucher haben die Schwaben sämtliche Informationen zum Einlass in einem langen Statement auf der Website des Vereins zusammengefasst. "Die Polizei wird rund um die MHP Arena sowie an den Arena-Eingängen zur Gefahrenabwehr sichtbar bewaffnet starke Präsenz zeigen", heißt es dort unter anderem. "Wir wollen allen Fans ein sicheres und friedliches Fußballspiel ermöglichen", wird Einsatzleiter und Polizeivizepräsident Carsten Höfler zitiert. Die Fans des VfB machten zuletzt selbst Bekanntschaft mit der Polizei, als sie in Deventer mit Knüppeln empfangen wurden, was zur Abreise weiter Teile der organisierten Fanszene führte.

Rein sportlich geht es zumindest für die Gäste aus Israel wohl nur noch darum, sich ordentlich aus dem Wettbewerb zu verabschieden, denn nach einem Punkt aus den ersten fünf Spielen ist das Weiterkommen sehr unwahrscheinlich, während der VfB mit einem Sieg am Donnerstag auf zwölf Punkte käme und damit voraussichtlich schon die nächste Runde gebucht wäre.