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Barcala fordert: "Wir müssen unsere eigene Geschichte schreiben"

kicker

"Bei allem Respekt erwarten wir ein Spiel, das wir dominieren werden, aber wir müssen auf jeden Fall unsere beste Leistung bringen", erklärt José Barcala mit der ihm eigenen Anerkennung für den Gegner. Und die gilt auch für einen unterklassigen Kontrahenten wie Borussia Dortmund. Immerhin spielen die Dortmunderinnen dank hochkarätiger Verstärkung und dem bundesligaerfahrenen Trainer Markus Högner (zuvor SGS Essen) nach dem Aufstieg im Sommer in der Regionalliga West direkt wieder oben mit, belegen nach fünf Spieltagen den 4. Tabellenplatz.

Drei Siege sind in der Tabelle verzeichnet - weil das eigentliche 3:0 gegen den SV Deutz aberkannt wurde. Grund dafür war ein Wechselfehler: Die in der 77. Minute eingewechselte Mittelfeldspielerin Sara Ito, die per Fernschuss das 3:0 markierte, stand gar nicht auf dem Spielberichtsbogen - ein Versäumnis des Vereins selbst. Ob der BVB gegen die Entscheidung vorgehen wird, ist noch unklar - und tritt mit Blick auf den ersten großen Auftritt auf der deutschen Fußballbühne auch erst einmal in den Hintergrund.

Denn nachdem der BVB in Pokal-Play-offs den Zweitligisten Borussia Mönchengladbach mit 2:1 besiegt hatte, ist in der 1. Hauptrunde an diesem Montag eben jener FC Bayern zu Gast (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Die Kapazität im Stadion Rote Erde wurde per Sondergenehmigung extra auf 15.755 erweitert. Bis Mitte der Woche waren bereits 12.000 Tickets verkauft.

Dominanz und Aggressivität bilden die Grundlage

Dass die Bayern ihre Spielweise gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner wie Dortmund ändern, steht allerdings nicht auf dem Plan, wie Barcala ausführlich erläutert: "Wir haben eine klare Identität, wollen immer dominant sein und das gesamte Spiel kontrollieren. Wir wollen hoch pressen. Wir wollen kontern, wenn wir den Ball verlieren. Wir wollen mit dem Ball dominant sein", erklärt der Bayern-Coach. "Wenn der Gegner uns hoch presst, wollen wir einfach aufbauen und kontrolliert aus der Abwehr herausspielen. Wenn der Gegner nicht organisiert ist, wollen wir schnell angreifen, um ihm keine Zeit zu geben, sich neu zu organisieren. Was sich von Spiel zu Spiel ändert, ist die Art und Weise, wie wir pressen. Manchmal kann sich auch die Struktur ein wenig ändern, aber der Matchplan selbst lautet immer: dominant sein, aggressiv sein, nach vorne spielen, Chancen kreieren. Das ist die Grundlage."

Um eben jeden Matchplan auszuarbeiten, nutzt Barcala bevorzugt die Videoanalyse - vor allem wenn es die Zeit nicht zulässt, sich einen Gegner wie Dortmund selbst anzuschauen. "Die Videoanalyse ist die Grundlage unseres Vorgehens. Wir wissen, dass Dortmund eine Mannschaft ist, die in der Liga dominieren, die hoch pressen will."

Zadrazil fehlt, Eriksson kehrt zurück

Um trotz dieses - gegen den amtierenden Titelverteidiger sicher nicht allzu hohen - Pressings bestehen zu können, wird es auch auf das defensive Mittelfeld ankommen, in dem seit Dienstag eine Akteurin fehlt: Sarah Zadrazil hat sich gegen den SC Freiburg (4:0) das Kreuzband gerissen und wird den Rest der noch jungen Saison verpassen. "Das war eine wirklich schlechte Nachricht. Sarah ist eine besondere Spielerin für uns, sowohl auf als auch neben dem Platz, eine sehr wichtige Führungsspielerin, eine unserer Kapitäninnen. Das ist ein großer Verlust", sagt der Trainer über seine defensive Mittelfeldakteurin, die unter Barcala in vier von fünf Pflichtspielen in der Startelf stand.

Erste Kandidatin, um die österreichische Nationalspielerin zu ersetzen, ist nun Lena Oberdorf, die in den bisherigen Partien immer mit Zadrazil und Georgia Stanway rotiert hat. Innenverteidigerin Magdalena Eriksson, die aufgrund von Kniebeschwerden lediglich im Supercup gegen Wolfsburg (4:2) und dem ersten Ligaspiel gegen Bayer Leverkusen (2:0) zum Einsatz kam, hat am Freitag indes ihr erstes Mannschaftstraining absolviert und ist für den Pokal-Kader wieder eine Option.

Die Rivalität der beiden Männerteams will Barcala übrigens nicht übernehmen, wie der Trainer klarstellt: "Wir müssen unsere eigene Geschichte schreiben."