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Barcala warnt vor Überraschungen: Macht es Essen wie Jena?

kicker

Das Wichtigste zuerst: "Alle sind in guter Verfassung zurückgekommen und alle werden fit werden", berichtet Bayern Münchens Trainer José Barcala mit Blick auf die vorangegangene Länderspielpause und die Rückkehr seiner Nationalspielerinnen.

Dass Mannschaften wie die SGS Essen die Länderspielpausen deutlich effektiver nutzen können als Mannschaften mit vielen Nationalspielerinnen, wie der FC Bayern, sieht Barcala nicht unbedingt als Nachteil: "Eine der wichtigsten Strategien ist, dass wir die taktischen Muster der letzten zwei, drei Jahre weitgehend beibehalten haben. Das Team ist also gut eingespielt. Wir haben bereits diese Chemie. Wichtig ist jetzt eine gute Analyse des Gegners, um einen guten Spielplan zu entwickeln."

Viele Spiele kann Barcala für die Analyse des Gegners am Samstag (14 Uhr) allerdings nicht heranziehen, denn nach dem Trainerwechsel Anfang Oktober hat die SGS unter der Leitung der bisherigen Co-Trainerin Jessica Wissmann lediglich zwei Spiele absolviert (1:2 gegen RB Leipzig und 0:1 gegen die TSG Hoffenheim). "Deshalb analysieren wir die letzten beiden Spiele sehr gründlich", erklärt Barcala.

"Es gibt ein paar Veränderungen bei Essen, die Leistung hat sich verbessert, das Pressing ist etwas besser abgestimmt. Wir erwarten einen sehr kompakten, organisierten Gegner. Wahrscheinlich wird es ihr Plan sein, uns zu überraschen." Das war im September immerhin auch schon Carl Zeiss Jena gelungen, das den Bayern in ihrem eigenen Wohnzimmer einen Punkt abtrotzte (0:0). "Essen weiß, dass Jena hier erfolgreich war und es eine Möglichkeit gibt, uns in Bedrängnis zu bringen. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir müssen mit voller Intensität und Aggressivität spielen."

Simon könnte als erste zurückkehren

Mit Blick auf den November, in dem drei englische Wochen in Folge auf die Münchnerinnen warten, geht es für Barcala aber auch um Themen wie Belastungssteuerung, Verletzungsprävention und Rotation. "Das ist gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, wie viele Verletzte wir auf bestimmten Positionen haben", merkt der Spanier mit Blick auf die aktuell zahlreichen Ausfälle an. "In den nächsten Monaten müssen wir kreativ sein."

Carolin Simon (Muskelfaserriss) könnte immerhin bereits in der kommenden Woche wieder zum Team stoßen, trainiert schon wieder individuell. Ein Kriterium für die Rückkehr in den Kader sei jedoch immer, dass eine Spielerin mindestens eine Woche lang mit der Mannschaft trainiert haben muss, um wieder eine Option zu sein. Arianna Caruso (Schulterverletzung) befindet sich dagegen erst im Lauftraining und braucht noch etwas Zeit. Bei Tuva Hansen (Sprunggelenksverletzung) lässt sich eine Rückkehr derzeit noch gar nicht abschätzen.

Viel Lob für Essens Talentförderung

Aber zurück zur SGS, der Barcala schon vor dem Duell am Samstag jede Menge Respekt zollt: "Bei der Förderung junger Talente leiste sie großartige Arbeit. Sie sind in der Lage, Talente zu erkennen, zu rekrutieren und zu fördern. Das ist etwas, das nicht alle Vereine auf dem gleichen Niveau tun. Deshalb gebührt Essen als Verein und als Akademie alle Anerkennung und jeder Respekt. Für mich ist Essen ein fantastischer Verein, der großartige Arbeit leistet, und ich hoffe, dass sie den Klassenerhalt schaffen und in der Liga bleiben." In Form einer Punktespende dazu beitragen, will Barcala dann aber doch nicht.