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Beachtliche Zahlen: Inter macht erstmals wieder Gewinn

kicker

"Die Serie A bricht zusammen" hatte es vor fast zehn Jahren, genauer gesagt Anfang März 2016, geheißen. Der Grund: In der Saison 2014/15 hatten die italienischen Erstligisten einen neuen Negativrekord von 365 Millionen Euro Verlust "erreicht". Die alte "Bestmarke" lag in der Spielzeit 2011/12 noch bei "nur" 312 Millionen.

Inzwischen aber sieht vieles wieder besser aus, finanzstarke Neulinge wie Como mischen ebenso mit wie etablierte Traditionsvereine, die sportliche Erfolge einfahren.

Allen voran Inter Mailand. Der 20-malige Serie-A-Meister (letztmals 2023/24) hatte sich vor einigen Jahren zusammen mit Stadtrivale Milan aus dem tristen Mittelmaß wieder entbunden und sich mit richtigen Kader- und Trainerentscheidungen nach oben gearbeitet. Beim FC Internazionale sind hier vor allem die Erfolgscoaches Antonio Conte (inzwischen Napoli) und Simone Inzaghi (nach seinem Saudi-Arabien-Abgang im Sommer mit Ex-Spieler Cristian Chivu ersetzt) zu nennen.

Umsatz von über 560 Millionen Euro

Zwei Champions-League-Finalteilnahmen in den letzten drei Spielzeiten runden das sehr starke Nerazzurri-Bild ab - und haben wenig überraschend auch Einfluss aufs Wirtschaftliche genommen. Das geht aus dem aktuellen Vereinsbericht zu den frischen Zahlen hervor.

So hat Inter Mailand in diesem Berechnungszeitraum erstmals seit langer Zeit wieder einen Gewinn gemacht - von 35,4 Millionen Euro. Das sei laut Klubaussagen etwas, das es bei den in der Vergangenheit gewohnt spendierfreudigen Lombarden "in der modernen Geschichte" noch gar nicht gegeben hat. Den positiven Eindruck runden dabei 567 Millionen Euro Umsatz ab - ein neuer Allzeitrekord.

"Dieses Ergebnis spiegelt die Stärke unserer Strategie wider"

Der Gewinn von 35,4 Millionen Euro im Steuerjahr 2024/25 bedeutet dabei eine Steigerung von etwas mehr als 70 Millionen Euro - 2024 hat Inter nämlich noch 35,7 Millionen Euro Verlust vermeldet. Beim Umsatz hat es im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 94 Millionen Euro gegeben.

"Der Jahresabschluss, den wir heute vorlegen, markiert einen historischen Meilenstein: Zum ersten Mal in der modernen Geschichte von Inter verzeichneten wir einen Nettogewinn", zeigte sich auch der im offiziellen Statement zitierte Vereinspräsident Giuseppe "Beppe" Marotta hocherfreut über die wirtschaftliche Entwicklung. "Dieses Ergebnis spiegelt die Stärke unserer Strategie wider, die auf Nachhaltigkeit, betrieblicher Effizienz und der Maximierung unserer Ressourcen beruht."

Da Mailand aber Altlasten begleichen muss und wird, seien weiterhin keine großen Sprünge auf dem Transfermarkt möglich - ebenso wie das Setzen auf junge Talente sowie Erlöse via Spielerabgänge notwendig ist. Wenngleich darüber hinaus auch Granden wie Kapitän und Weltmeister Lautaro Martinez seit Jahren gehalten werden können. Für dieses Vabanquespiel verantwortlich zeichnet eben Marotta, der 2018 als CEO zum FC Internazionale gekommen und inzwischen seit 2024 Präsident ist.

Und in dieser Zeit auch einen Besitzerwechsel weg von Suning und hin zu Oaktree miterlebt hat. Hintergrund: Auf die 20. Meisterschaft im Jahr 2024 folgte der Besitzerwechsel. Der italienische Traditionsklub gehörte aber hier nun nicht mehr der Suning Holdings Group, weil Ex-Präsident Steven Zhang es versäumt hatte, eine Leihgebühr in Höhe von knapp 400 Millionen Euro zurückzuzahlen oder auch einfach eine neue Vereinbarung zu erzielen. Das Oaktree Capital Management hält seither den Verein - genauer gesagt besitzt die global tätige US-amerikanische Investmentgesellschaft nun ganze 99,6 Prozent der Anteile.