Die Basler Behörden rechnen mit bis zu 7000 VfB-Anhängern, aus Fankreisen in Deutschland sind sogar Zahlen von rund 10.000 zu hören. Dies stellt die Sicherheitskräfte vor großen Herausforderungen. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt erklärt: "Die Kantonspolizei Basel-Stadt steht in engem Austausch mit deutschen Behörden und bereitet sich sorgfältig auf den Einsatz vor. Wie bei jedem planbaren Einsatz führen wir eine gründliche Lagebeurteilung durch."
Besonders brisant: Die Stuttgart-Fans planen, sich um 14 Uhr auf dem Barfüsserplatz zu versammeln - jenem Ort, an dem der FCB traditionell seine Titel feiert. Von dort aus soll ein Fanmarsch zum Stadion stattfinden.
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß zeigt sich trotz der angespannten Situation optimistisch: "Ich glaube nicht, dass wir extra Motivation brauchen, aber trotzdem werden die Fans helfen", sagte er auf der Pressekonferenz. Er lobte den FC Basel als "sehr gute Mannschaft, die gut Fußball spielen kann", warnt aber: "Wir müssen es schaffen, dass sie längere Zeit dem Ball hinterherrennen müssen. Wir haben die Möglichkeiten, den Baslern richtig weh zu tun."
Stadion nahezu ausverkauft
Für den FCB geht es nach zwei Niederlagen in Folge darum, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Das Joggeli wird mit über 32.000 Zuschauern nahezu ausverkauft, doch viele Plätze von VfB-Fans besetzt sein. Besonders in der Stadionhälfte Richtung Gästesektor gibt es kaum noch freie Plätze. Die Basler Polizei steht vor der schwierigen Aufgabe, die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und mögliche Konfrontationen zwischen den Fangruppen zu verhindern.
Für den VfB ist das Spiel eine Gelegenheit, sich auf internationaler Bühne zu präsentieren. Hoeneß, der nach eigenen Angaben noch nie in Basel war, zeigte sich gespannt: "In der Schweiz hat es mir immer gefallen. Ob es mir auch in Basel gefällt, werden wir dann nach dem Spiel sehen."