Nassim Ben Khalifa ist in den vergangenen Jahren etwas vom Schaufenster verschwunden. Vor 16 Jahren war er eine der überragenden Figuren in der Mannschaft, die sich den U-17-Weltmeistertitel sicherte. Hinter Haris Seferovic wurde er zweitbester Schweizer Torschütze und am Ende des Turniers zum zweitbesten Spieler ausgezeichnet.
Während einige seiner Teamkollegen den Schritt zu internationalen Top-Clubs geschafft haben, reichte es beim 33-Jährigen nie ganz nach oben. Mittlerweile spielt er bei Fukuoka in Japan, wo er viele Erfahrungen sammelt. "Ich bin verliebt in dieses Land. Es ist vergleichbar mit der Schweiz: strukturiert, freundliche Menschen, gutes Essen und guter Fussball", sagt er gegenüber 20 Minuten.
Von den Leistungen der U-17-Nati in Katar war er in den vergangenen zwei Wochen begeistert, es sei richtig viel Qualität dabei. "Sie haben jedes Spiel verdient gewonnen, sind spielerisch und läuferisch sehr gut. Das Tor von Sandro Wyss gegen Irland hat mich aus den Socken gehauen."
"Alles ist möglich", sagte Ben Khalifa noch vor dem Viertelfinalspiel gegen Portugal, daraus wurde allerdings nichts. Trotzdem sieht er das Turnier als gelungen an und meint, dass es die perfekte Gelegenheit für den Startschuss einer grossen Karriere sein kann: "Heutzutage gehts noch schneller als bei uns damals. Die Jungs werden gleich Top-Angebote auf dem Tisch haben."