Im langen Ringen um eine Darlehensvereinbarung kam es beim TSV 1860 München im vergangenen Herbst zu einem Streit, der mehr oder weniger in einer Schlammschlacht und gegenseitigen Appellen mündete. Am Ende gelang es zwar, dass der Klub wichtige finanzielle Mittel erhielt und seine unmittelbare Zukunft sicherte - im Herbst 2025 sind die Löwen jedoch erneut auf Geld angewiesen.
Für den DFB muss der Traditionsverein eine positive Fortführungsprognose nachweisen und benötigt dafür offenbar rund fünf bis sechs Millionen Euro, wie die Münchner Abendzeitung berichtet, um sein weiterhin bestehendes strukturelles Defizit auszugleichen.
Diese Mittel dürfte wohl erneut Investor Hasan Ismaik mittels Kredit bereitstellen, heißt es in der AZ - diesmal ohne längere, teils öffentlich ausgetragene Streitigkeiten. Zum einen sind die vereinsinternen Fronten derzeit weitgehend geklärt, zum anderen dürfte der Jordanier ein Interesse daran haben, dass 1860 München nicht in tiefere wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät und damit sein seit 2011 aufgebautes Investment gefährdet wird. Entsprechend zeigte sich Präsident Gernot Mang gegenüber der AZ gelassen und optimistisch.
Offen ist indes, wie es mit dem grundsätzlichem Engagement Ismaiks weitergeht. Nachdem er im vergangenen April überraschend angekündigt hatte, seine Anteile veräußern zu wollen, platzte ein geplanter Verkauf auf vergleichbar spektakuläre Weise. Später machten Gerüchte die Runde, dass der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann mit finanzkräftigen Partnern Interesse angemeldet, ja sogar schon Stadion-Pläne am Standort Riem favorisiert haben soll. Spekulationen, die Mang selbst wenig später dementierte.
Seitdem ist es in der Angelegenheit um Ismaiks Anteile ruhiger geworden.