Hat sich der TSV Havelse noch nicht aufgegeben? Zumindest die Aktivitäten auf dem Transfermarkt lassen vermuten, dass es der Drittligist, dem neun Punkte auf Erzgebirge Aue und damit den ersten Nichtabstiegsplatz fehlen, noch einmal wissen will. Nach einem Abwehrspieler und einem Stürmer fiel die Wahl nun auf einen Torwart. Norman Quindt kehrt zum Tabellen-19. zurück.
Nur der direkt in der Tabelle vor Havelse platzierte SSV Ulm 1846 Fußball, der auch in den Abstiegskampf verwickelt und akut gefährdet ist, hat schon vier Neuzugänge im Winter-Transferfenster begrüßt, und damit mehr als der TSV mit drei Neuen. Nach Dennis Duah aus Cottbus, der die Abwehr verstärken soll, und Christopher Schepp, der nach dem Weggang von John Xaver Posselt nach Regensburg im Sturm für die nötigen Tore sorgen soll, ist mit Quindt nun ein erfahrener Keeper dazugestoßen, mit dem "Ziel, das Leistungsniveau kontinuierlich zu erhöhen", wie Florian Riedel betont.
Für den Sportdirektor ist "Konkurrenz dafür ein wesentlicher Faktor. Mit Norman ergibt sich die Möglichkeit, einen erfahrenen Torhüter mit nachgewiesener Qualität und einem klaren Mindset zu verpflichten, der den Verein und die Liga kennt und sich über die Saison hinaus an uns bindet."
Der Vertrag des Rückkehrers, der von 2020 bis 2023 schon einmal im Tor des TSV Havelse stand - 37-mal davon in der 3. Liga -, läuft bis Juni 2027. Der 29-Jährige spielte das letzte halbe Jahr in der Regionalliga Nord bei Kickers Emden, freut sich aber jetzt darauf, "wieder selbst ein Teil vom TSV zu sein. Mit einigen der Jungs habe ich vorher schon gemeinsam auf dem Platz gestanden, deswegen braucht es keine besondere Eingewöhnungszeit. Wir haben eine Aufgabe vor uns, die wir gemeinsam bewältigen wollen, dabei möchte ich jeden Tag meinen Teil beitragen, damit wir als Team erfolgreich sind."
Zum Auftakt 2026 schließt Havelse den 20. Spieltag am Sonntagabend mit dem Duell gegen Mitaufsteiger TSG Hoffenheim II ab, der eine starke Saison spielt und 18 Punkte mehr auf dem Konto hat.