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Brancao: "Wir sind in keinem Spiel Favorit"

kicker

Liese Brancao ist zufrieden. "Wir hatten super Einheiten in dieser Woche und sind ready für morgen. Unser Matchplan steht", sagte die Trainerin des Hamburger SV am Freitag nach dem Abschlusstraining vor dem Bundesligaspiel am Samstag (14 Uhr) bei der SGS Essen. Die Partie im Ruhrgebiet ist gleichzeitig der zweite Auftritt des Aufsteigers in der 1. Bundesliga.

Zum Saison-Auftakt am vergangenen Sonntag sorgten die Hamburgerinnen für eine dicke Überraschung, als sie dem großen Favoriten VfL Wolfsburg nach einem 1:3-Rückstand durch die Tore von Melanie Brunnthaler in der 81. Minute und Svea Stoldt in der Nachspielzeit noch ein 3:3 abtrotzten. Der Jubel bei den knapp 12000 Zuschauern im Volkspark kannte keine Grenzen. Die Einstellung und der Mut ihrer Spielerinnen gegen den Vizemeister haben ihr besonders gut gefallen, erzählte Brancao. "Wir haben gegen Wolfsburg so gespielt, als wären sie auf unserem Niveau."

Für Samstag in Essen prognostiziert die HSV-Trainerin "ein komplett anderes Spiel. Wir wissen, wer wir sind, was uns guttut - und was uns noch fehlt. Wir sind sehr bodenständig und wissen, dass wir in keinem Spiel Favorit sind."

Die SGS Essen, der einzig verbliebene Klub in der Frauen-Bundesliga ohne Lizenz-Verein, hat seinen Saison-Auftakt mit der 0:5-Niederlage bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Freitag in den Sand gesetzt. Brancao ist trotzdem überzeugt vom nächsten Gegner: "Essen hat zwar mit 0:5 verloren. Aber Frankfurt ist nicht irgendeine Mannschaft, sondern ein Top-3-Team der Bundesliga. Essen hatte auch gute Phasen im Spiel. Mit Ball sind sie sehr dynamisch, gegen den Ball sehr aggressiv. Wir müssen gut verteidigen und die Umschaltmomente nutzen."

"Die Zuschauer haben uns gepusht"

Auch einige HSV-Fans werden den Aufsteiger am Samstag an der Essener Hafenstraße unterstützen. Den Support der Anhänger hatte die HSV-Trainerin als einen Grund für den Punktgewinn gegen Wolfsburg angeführt. Sie sagte: "Ich bin mir nicht sicher, ob wir sonst diesen Schwung noch einmal geschafft hätten, wenn wir auswärts gespielt hätten. Die Zuschauer haben uns noch einmal gepusht" Ein Vorteil, auf den der HSV erstmal verzichten muss, denn nach dem Tausch des Heimrechts mit dem SC Freiburg (19. September) und der Auswärtspartie in Leipzig (25.9.) spielen die Hamburgerinnen erst am 6. Oktober wieder auf eigenem Platz. Dann ist die TSG Hoffenheim im Volkspark zu Gast.