Nach dem Großbrand im Jugendvereinsheim steht der Hamburger Oberligist TSV Buchholz vor einem großen Haufen Asche. Wie unter anderem der "NDR" berichtet, sei das Feuer in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Als der Notruf gegen 3.30 Uhr bei der Feuerwehr einging und wenig später die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen, hätten die Flammen bereits aus den Fenstern geschlagen, und über Buchholz habe sich eine große Rauchwolke gebildet. Der Brand konnte zwar nach wenigen Stunden gelöscht werden, das Vereinsheim wurde dennoch nahezu vollständig zerstört.
Zur Brandursache gibt es erste Hinweise: Als die Polizei eintraf, wären den Beamten zwei Jugendliche in der Nähe des Brandortes aufgefallen, die kurz darauf in einem nahegelegenen Wald verschwanden. Die Ermittler gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus und haben entsprechende Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
„In der ganzen Abteilung sieht es schlecht aus, weil wir 90 Prozent unseres Materials hier gelagert hatten. Das komplette Trainingsequipment, wie auch alle Trikots.“ (1. Vorsitzende Hu Sanae Kaisik)
Die angrenzenden Plätze blieben zwar verschont. Wie die 1. Vorsitzende Hu Sanae Kaisik im Interview mit dem NDR erklärte, hat das Feuer jedoch immense Auswirkungen auf den Sportbetrieb des TSV. "In der ganzen Abteilung sieht es schlecht aus, weil wir 90 Prozent unseres Materials hier gelagert hatten. Das komplette Trainingsequipment, wie auch alle Trikots. Das heißt, die Jugendmannschaften müssen jetzt von null anfangen, genauso wie auch viele unserer Herrenmannschaften. Es war halt unser Lagerplatz."
Spiele und Trainingseinheiten im Jugendfußball sind vorerst nicht mehr möglich. Das zerstörte Vereinsheim, dessen Bau damals rund 300.000 Euro gekostet hatte, muss vermutlich abgerissen werden.
Hilfe aus dem Umfeld
Auch die Oberligamannschaft, die das Vereinsheim für ihre Trainingseinheiten am angrenzenden Kunstrasenplatz nutzte, ist von den jüngsten Ereignissen betroffen. "Aktuell ist das Gelände gesperrt, weil es ein Tatort ist", erklärte der TSV gegenüber dem kicker. In Bezug auf die Oberliga sei die Platzsituation sogar "doppelt ärgerlich", da auch der Rasentrainingsplatz in Trelde seit letzter Woche gesperrt ist, dort war "eine große Menge Öl ausgelaufen."
Dennoch gibt sich der TSV, der noch am selben Tagen einen Spendenaufruf startete, zuversichtlich. "Wir finden Lösungen und bekommen ehrliche und aufrichtige Unterstützung von allen Seiten." So durfte das Oberligateam gestern beispielsweise beim FSV Tostedt trainieren. In Bezug auf den Jugendbereich hat sich der Verein bereits mit der Stadt ausgetauscht. Es soll einige Fußballflächen geben, die nach Absprache genutzt werden können.