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Brasilianische Ansätze und österreichische Einflüsse: Der HSV im Check

kicker

Wie lief die vergangene Saison?

Mit Saisonsieg Nummer 14 machte der Hamburger SV nach 13 Jahren vorzeitig den Aufstieg in die Bundesliga perfekt - nur einen Tag nach dem Aufstieg der Männer. Dabei hatte der HSV nur an sieben Spieltagen auf einem Aufstiegsplatz gestanden, war nie Erster oder Zweiter. Dafür stellten die Hamburgerinnen die beste Abwehr der Liga (15 Gegentore in 26 Spielen) und verloren auswärts kein einziges Spiel.

Dazu kam der überraschende Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals - eine rundum gelungene Saison also.

Was war auf dem Transfermarkt los?

Mittelfeldspielerin Annalena Wucher (26, vom First Vienna FC) und Keeperin Larissa Haidner (20, Austria Wien) kommen ebenso aus Österreich wie Mittelfeldspielerin Maria Mikolajova (26), Torfrau Laura Sieger (25) sowie die beiden Stürmerinnen Melanie Brunnthaler (24) und Sophie Hillebrand (23), die vom Serienmeister SKN St. Pölten geholt wurden.

Dort war auch die neue brasilianische Cheftrainerin Liese Brancao bis vergangenen Dezember tätig, ehe sie ihren Vertrag nach insgesamt sieben Meister- und sieben Pokal-Titeln auf eigenen Wunsch hin auflösen ließ und bereits im März beim HSV unterschrieb. Außenverteidigerin Michela Croatto (23) kommt zwar von Ligakonkurrent RB Leipzig nach Hamburg - wurde aber in Österreich geboren und spielte auch bereits zwei Jahre unter Brancao.

Einzig Offensivspielerin Viktoria Schwalm (27) sowie Verteidigerin Nina Räcke (23, RB Leipzig) haben keinen österreichischen Hintergrund.

Auf wen kommt es besonders an?

Schwalm und Räcke bringen jeweils die Erfahrung von über 80 Bundesligaspielen mit nach Hamburg und werden im jungen Team sicher Führungsrollen einnehmen. Hinzu kommt Mittelfeldspielerin Pauline Machtens (23), die seit 2023 für den HSV aufläuft und in der neuen Saison in die Rolle der Spielführerin schlüpft, oder auch Stürmerin Victoria Schulz (27), Enkelin von Ex-Nationalspieler Willi Schulz, die seit der U 11 für den HSV spielt und somit die dienstälteste Spielerin im Kader ist.

Der ist derweil ausgesprochen jung: Nur zwei Akteurinnen sind älter als 27, nämlich Jobina Lahr (33) und Inga Schuldt (28). Den größten Einfluss dürfte aber Trainerin Brancao selbst haben, die auf viel Eigenverantwortung der Spielerinnen und aktiven, mutigen Fußball mit vielen Ballgewinnen setzt. Passenderweise wurde die 43-Jährige in der Stadt Novo Hamburgo geboren - wenn das mal kein Omen war.

Die kicker-Prognose

Wie fast jeder Aufsteiger wird es auch der HSV bei seiner Rückkehr ins Oberhaus schwer haben. Die Ansätze von Trainerin Brancao und die Hamburger Transferpolitik, zumeist auf die Verpflichtung von Spielerinnen zu setzen, die Brancao zum Großteil auch persönlich kennt, könnten jedoch für eine Überraschung sorgen.