Leiter für Talententwicklung und Spitzencoaching
Nach dem emotionalen Ende seiner Karriere erhält Bundesliga-Rekordschiedsrichter Dr. Felix Brych eine neue Aufgabe beim DFB. Wie der Verband am Mittwoch mitteilte, wird der 49 Jahre alte Jurist aus München zum 1. Oktober 2025 Leiter für die Talententwicklung und das Spitzencoaching bei der DFB Schiri GmbH, eine Stelle, die es bislang so noch nicht gab.
Nach DFB-Angaben ist er damit künftig unter anderem für die Entwicklung, Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Förderkonzepts für alle Referees unterhalb der Bundesliga zuständig und verantwortet außerdem die Auswahl, Qualifizierung und Weiterentwicklung von Spitzencoaches. "Brych übernimmt damit eine Schlüsselrolle in der systematischen Förderung deutscher Toptalente im Schiedsrichterbereich", heißt es.
Brych, der in der Bundesliga 359 Spiele leitete und damit mehr als alle anderen, hatte bereits rund um sein Karriereende erklärt, dem Fußball erhalten bleiben und sein Wissen weitergeben zu wollen. "Ich würde mich freuen, wenn es weiterhin coolen Schiedsrichter-Nachwuchs gibt", hatte er unter anderem gesagt - jetzt kann er dabei eine aktive Rolle spielen.
Kircher: "Nur logisch, dass wir Felix für uns gewinnen wollten"
"Ich freue mich auf meine Aufgabe in der DFB Schiri GmbH und bedanke mich bei der Geschäftsführung für das entgegengebrachte Vertrauen", erklärt Brych nun. "Ich habe während meiner Karriere viel erlebt und bin mir sicher, dass ich mit meiner langjährigen Erfahrung als Schiedsrichter jungen Talenten dabei helfen kann, den nächsten Schritt in Richtung Bundesliga zu gehen."
Auch Knut Kircher, Schiedsrichter-Chef beim DFB, freut sich, ab Oktober von Brychs "unglaublicher Fülle an Erfahrung" zu profitieren. Der Münchner, der unter anderem bei jeweils zwei WM- und EM-Turnieren im Einsatz war und 2017 das Champions-League-Finale leitete, sei ein "weltweit anerkannter Topschiedsrichter". Und deshalb sei es "nur logisch, dass wir Felix für unser Team gewinnen wollten und glücklicherweise auch konnten".