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Steffen schmallippig: "Die Enttäuschung ist einfach größer als das gute Gefühl"

kicker

"Es war klasse, dass das Stadion da war und uns unterstützt hat. Das war gut, und auch, dass unser neuer Stürmer (Jovan Milosevic, die Red.) getroffen hat", sagte Bremens Coach Horst Steffen nach dem 3:3 gegen Eintracht Frankfurt bei Sky und schob ziemlich schmalippig mit Blick auf das Resultat gegen die Adlerträger direkt hinterher: "Am Ende fehlen uns zwei Punkte. Aktuell ist die Enttäuschung einfach größer als das gute Gefühl, dass wir uns Torchancen erspielen und Tore machen können."

Nicht nur Steffen war überzeugt, dass an diesem Freitagabend mehr für die Hanseaten drin wäre. "Wenn man den Spielverlauf sieht, dann darf man das gewinnen", so der 56-Jährige: "Das hätten wir heute ziehen müssen und nicht noch das 3:3 kassieren. Es ist nicht einfach, das zu verdauen. Der Sieg lag da, aber wir haben ihn uns nicht genommen. Das ist halt schade."

Njinmah übt Selbstkritik

Der Stachel saß tief beim SVW. "Es hat sich so angefühlt, als ob heute was drin war. Wenn du den Ausgleich machst, dann willst du auch gewinnen. Wir liegen wieder zurück, kommen nochmal ran, drehen das Spiel - um dann in der letzten Sekunde so ein Eiertor zu kassieren. Das wird uns die nächsten Tage alle abfucken", sagte Justin Njinmah.

"Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Wie wir das Spiel aus der Hand geben, bitterer geht’s gar nicht." Am Ende überwog "pure Enttäuschung - bei den Spielern und bei den Fans, weil heute mehr drin gewesen wäre. Das haben alle gemerkt. Frankfurt hatte nicht so einen guten Tag. Wir machen drei Tore und gewinnen das Spiel trotzdem nicht."

Der 25-Jährige konnte sich dann auch nicht so recht über sein Tor freuen. Er sei zwar schon "glücklich, dass ich mal wieder getroffen habe", aber er bedauerte, dass er kein weiteres Tor erzielt hatte. Chancen wären da gewesen, so war er dreimal allein auf SGE-Schlussmann Kaua Santos zugestürmt. "Ich mache ein Tor, aber wenn ich heute drei mache, dann gewinnen wir definitiv. Es ist enorm ärgerlich. Als Stürmer ist es das Ekligste, wenn du das Spiel nicht gewinnst und du weißt, dass du es hättest entscheiden müssen."

Neben Njinmah traf auch Neuzugang Jovan Milosevic, der sich über seinen Debüttreffer beim SVW und der Bundesliga allgemein dann doch freute. "Es ist sehr schön, dass ich mein erstes Tor hier erzielt habe", sagte der Serbe und ergänzte: "Ich hoffe, es war das erste von vielen." Dass sein Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 am Ende nicht zum Sieg reichte, wurmte den 20-Jährigen aber auch: "Es ist sehr schwer, diese Pille schlucken zu müssen. Es ist schade, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben. Wir haben alles gegeben und hatten am Ende kein Glück, aber Glück muss man sich verdienen."