Dass es überhaupt zum Schweiz-Deutschland-Vergleich an diesem 1. Europa-League-Spieltag kommt, hat neben der internationalen Qualifikation des SC Freiburg vor allem etwas mit dem FC Basel zu tun. Der 21-malige Super-League-Meister hat schließlich kürzlich die Teilnahme an der großen Champions League verpasst - nach einem 1:1 im Hinspiel gegen den FC Kopenhagen hat es in Dänemark das entscheidende 0:2 gesetzt.
Nun darf der amtierende Double-Champion, der in der heimischen Liga nach sechs Spieltagen schon zwei Niederlagen zu quittieren hat, eben in der EL ran. Und beim Auftakt eben im Breisgau gastieren.
"Wir brauchen einen guten Torwart"
Dort dürften viele beteiligte Baseler an ihre Bundesliga-Vergangenheit denken. Schließlich umfasst die Mannschaft Akteure wie Xherdan Shaqiri (Ex-Spieler des Bayern München), Moritz Broschinski (80 Erstliga-Auftritte für den VfL Bochum, ehemals auch Borussia Dortmund und Energie Cottbus) oder auch Trainer Ludovic Magnin.
Der im Sommer vom FC Lausanne-Sport nach Basel gekommene 46-Jährige ist zwischen 2002 und 2009 für Werder Bremen und den VfB Stuttgart 148-mal in der Bundesliga aufgelaufen (sechs Tore) - und greift normalerweise im FCB-Kasten auf Marwin Hitz, eine weitere ehemalige Bundesliga-Kraft, zurück.
Der 2022 vom BVB gekommene Schlussmann, der früher auch für den FC Augsburg und VfL Wolfsburg agiert hat (181 Ligaspiele, ein Treffer), laboriert jedoch an Oberschenkelproblemen und muss somit aufs Gastspiel beim Sport-Club verzichten. Das hat Basels Coach Magnin am Mittwoch klargestellt: "Wir brauchen einen guten Torwart." Einen fitten zugleich.
Deshalb fällt die Wahl nun erneut auf den einsatzbereiten Ersatzmann Mirko Salvi (31), der erst am Freitag beim Pokalduell mit Außenseiter und Zweitligist Etoile Carouge FC überzeugt und das Weiterkommen (3:2 im Elfmeterschießen) ermöglicht hat. Bammel, auf Hitz verzichten zu müssen, hat Trainer Magnin unter anderem genau ob dieses Auftritts mit drei Elferparaden von Salvi nicht: "Im Leben kommt es immer, wie es kommen soll. Manchmal hat man auch etwas Glück. Mirko hatte sich diesen Einsatz sehr verdient." Und nun verdiene sich Salvi eben den nächsten.