Gefühlt war in diesem Sommer die "halbe" Bundesliga hinter James McAtee her. Mindestens loses Interesse war Borussia Dortmund, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, dem VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen nachgesagt worden. Mit der Werkself hatte es im vergangenen Januar bereits eine Einigung gegeben, doch ManCity blockierte den Transfer nach Leverkusen. Seit Samstagabend steht endgültig fest, dass Deutschlands Oberhaus beim Kapitän der amtierenden U-21-Europameister leer ausgeht.
McAtee wechselt stattdessen innerhalb der Premier League und zieht von City zu Nottingham Forest weiter. Dem Vernehmen nach fließen rund 23 Millionen Euro als Basisablöse, die durch diverse Boni weiter ansteigen kann. Forest hatte sich in diesem Sommer schon länger mit der Personalie beschäftigt, war aber mit einem ersten Angebot noch gescheitert.
Nun aber bekam Nottingham den Zuschlag und stattet McAtee mit einem Fünfjahresvertrag bis 30. Juni 2030 aus. In diesem Sommer hatte sich Forest bereits hochkarätige Verstärkungen für die Offensive geangelt: Rechtsaußen Dan Ndoye (24) kommt für kolportierte 40 Millionen Euro, Botafogo-Stürmer Igor Jesus (24) kostete an die 20 Millionen Euro.
Auch McAtee ist eine Investition in die Zukunft des Vereins, der die vergangene Premier-League-Saison auf Rang sieben abschloss. Der Sommerneuzugang darf sich auf die Europa League freuen - Liga-Rivale Crystal Palace muss stattdessen in den Play-offs der Conference League antreten.
Eine zentrale Rolle wie in Sheffield?
McAtee, der bei Manchester City nur noch Vertrag bis 2026 hatte, dürfte bei Forest deutlich mehr Spielzeit als zuletzt erhalten. Der bei den Skyblues ausgebildete Mittelfeld-Antreiber kam in drei Premier-League-Saisons für City auf 18 Einsätze (15 davon 2024/25), in der Leihsaison bei Sheffield United (2023/24) auf 30.
Auch die Wahrscheinlichkeit, dass McAtee seine persönliche Scorer-Bilanz in der Premier League (aktuell sechs Tore und drei Vorlagen) schon in der kommenden Saison ausbauen wird, ist relativ hoch.