Noch keine Woche ist es her, da feierte Lamine Yamal ein famoses Comeback für den FC Barcelona. Aufgrund von Schmerzen im Schambereich, mit denen der 18-Jährige von den Länderspielen mit Spanien in Bulgarien (3:0) und der Türkei (6:0) zurückkam, musste er im September mehrere Spiele aussetzen. Vergangenen Sonntag meldete sich Lamine Yamal mit einer Blitz-Vorlage nach Einwechslung beim knappen Erfolg über Real Sociedad in La Liga (2:1) eindrucksvoll zurück und brachte damit Hansi Flick regelrecht ins Schwärmen.
Der Trainer beförderte seinen Starspieler gegen Paris St. Germain am Mittwoch erstmals seit August prompt wieder in die Startelf der Katalanen. Lamine Yamal hielt gegen den französischen Meister die vollen 90 Minuten durch, nun folgte für ihn aber der nächste Rückschlag. Wie Barcelona am späten Freitagnachmittag mitteilte, seien die Leistenprobleme nach der Niederlage gegen PSG (1:2) erneut aufgetreten und zwingen Lamine Yamal zur einer erneuten Zwangspause, die laut Klub "zwei bis drei Wochen" andauern könne.
Sicher verpassen wird der Europameister damit das Auswärtsspiel in La Liga am Sonntag beim FC Sevilla (16.15 Uhr) wie auch die darauffolgende Länderspielphase, in der Spanien gegen Georgien und erneut Bulgarien im Einsatz ist. Fraglich ist zudem, ob Lamine Yamal schon wieder fit für den Clasico bei Real Madrid ist, der am 26. Oktober steigt.
De la Fuente: Kein Konflikt mit Flick
Flick hatte schon beim ersten Ausfall des Offensivspielers verärgert reagiert und Nationaltrainer Luis de la Fuente eine Mitschuld gegeben, da dieser Lamine Yamal trotz Schmerzen eingesetzt hatte. "Das ist keine Rücksichtnahme auf die Spieler", sagte der Trainer der Katalanen, der zudem seinen Austausch mit de la Fuente bemängelte: "Vielleicht liegt es einfach daran, dass mein Spanisch nicht gut ist und sein Englisch nicht gut. Die Kommunikation könnte besser sein."
De la Fuente betonte am Freitag, es gebe "keinen Konflikt mit Flick. Ich war einfach überrascht von diesen Aussagen, weil er selbst Nationaltrainer war und ich dachte, er hätte dieses Einfühlungsvermögen", sagte der 64-Jährige im Rahmen der Kaderbekanntgabe: "Wir haben zwei sehr wichtige Spiele - und reden über Flick. Wir spielen um die Weltmeisterschaft, das ist das, was wirklich zählt. Der Rest ist nicht wichtig. Jeder hat gesagt, was er gesagt hat, und damit hat es sich."