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Conte hadert mit Serie-A-Spielplan: "Wer hat diese geniale Idee gehabt?"

kicker

Antonio Conte ist ein Meister seines Fachs - auf nationaler Ebene. Der frühere Mittelfeld-Dauerbrenner von Juventus hat in seiner schon seit über zwei Jahrzehnten laufenden Trainerkarriere Turin dreimal, Inter Mailand sowie Chelsea zu je einer und zuletzt 2025 auch Napoli zur Meisterschaft geführt. In UEFA-Wettbewerben fehlt dem inzwischen 56-jährigen Süditaliener noch der Durchbruch.

Vielmehr ist der fünfmalige Serie-A-Trainer des Jahres am späten Mittwochabend durch ein 2:3 nach 2:1-Führung gegen Chelsea als 30. (!) der 36 Teams starken Tabelle der Champions-League-Ligaphase überraschend ausgeschieden.

"Und täglich grüßt das Murmeltier"

Für die Gazzetta dello Sport - auch im großen Kontext der weiteren Klubs mit Inter, Juventus und Atalanta (allesamt "nur" für die Play-offs qualifiziert) - eine Königsklassen-Spielzeit "der verpassten Chancen". Und speziell im Falle der Neapolitaner, die sicherlich seit Wochen arg personell gebeutelt daherkommen.

Dennoch erinnerte das Sportblatt vor allem an Auftritte wie das triste 0:0 gegen Frankfurt oder das herbe 2:6 bei in Eindhoven: "Wenn man gegen PSV sechs Gegentore kassiert, in Lissabon gegen Benfica verliert, zu Hause gegen Eintracht Frankfurt und auswärts gegen Kopenhagen unentschieden spielt - und das alles gegen Gegner, die nur noch zu zehnt auf dem Platz standen -, dann kann man das kaum allein auf die Verletzungen schieben, die zu Saisonbeginn übrigens gar nicht so schwerwiegend oder weit verbreitet waren."

"Das lässt mich ein wenig ratlos zurück"

Für Conte, der zuletzt als amtierender Meistercoach auch in der Liga hatte abreißen lassen (neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Inter nach dem eigenen 0:3 bei Ex-Klub Juventus), aber alles kein Beinbruch. Der heißblütige Trainer verteidigte vielmehr sein Team, das weiterhin Größen wie Kevin De Bruyne, Frank Zambo Anguissa oder David Neres vermisst. Die Leistung seiner Auswahl beim Duell mit seinem früheren Arbeitgeber Chelsea sollte "gewürdigt werden - besonders die Art und Weise, wie wir gespielt haben, mit Mut und allem, was wir getan haben. Während wir uns einem Team gestelllt haben, das darauf ausgelegt ist, Großes zu erreichen."

Gegenüber den italienischen Medien brannte Conte im Anschluss an die Niederlage vielmehr etwas anderes noch unter den Fingernägeln. Und zwar: "Lasst uns alle nicht vergessen, dass dieselben Spieler bereits am Samstag wieder ran müssen. Nach nur zweieinhalb Tagen." Vor diesem bevorstehenden Heimspiel müsse man sich schon mal die Frage stellen, "wer diese geniale Idee gehabt hat, das Duell mit der Fiorentina für Samstag, 18 Uhr, anzusetzen. Vor allem wenn man bedenkt, dass im Anschluss eine freie Woche ansteht. Das lässt mich ein wenig ratlos zurück."