Zur Halbzeit war für Marton Dardai in der Schalker Veltins-Arena am Freitagabend die Schicht vorbei - nach schwacher Vorstellung und mit muskulären Problemen. "Bei Marton war es eine Vorsichtsmaßnahme, er hat einen Schmerz im Oberschenkel gespürt", sagte Hertha-Coach Stefan Leitl nach der 1:2-Auftaktniederlage bei Schalke 04 über die Auswechslung zur Pause. "Wir werden jetzt die Diagnose abwarten. Marton wollte zwar weiterspielen, aber ich wollte kein Risiko eingehen. Der Spieler ist zu wichtig, um ihn jetzt zu verlieren. Wir haben ja schon zwei fehlende Innenverteidiger."
Kolbe machte gegen Dardai Boden gut
In Gelsenkirchen mussten die Berliner auf die verletzten John Anthony Brooks (Muskelfaserriss in der Wade) und Pascal Klemens (OP am Sprunggelenk) verzichten. Klemens wird voraussichtlich bis zum Spätherbst ausfallen. Und ob Brooks, der die komplette vergangene Saison wegen einer schweren Sprunggelenk-Verletzung ausgefallen war und sich im Testspiel gegen den BFC Dynamo (6:0) die Muskelverletzung zugezogen hatte, tatsächlich nochmal ein verlässlicher Faktor wird, ist offen. Linus Gechter, der gegen Schalke rotgesperrt fehlte, kehrt am kommenden Wochenende gegen den Karlsruher SC zurück.
Am Freitagabend war der etatmäßige Außenverteidiger Deyovaisio Zeefuik, der Gechter vertrat, noch der beste Berliner in der Dreierkette. Dardai wirkte gegen Schalkes Peter Remmert nicht nur vorm ersten Gegentor überfordert. Zur Pause brachte Leitl Neuzugang Niklas Kolbe für den angeschlagenen ungarischen Nationalspieler. Der Ex-Ulmer spielte eine solide Partie - und zeigte, dass er keineswegs nur dann eine Alternative ist, wenn Dardai verletzt fehlt.