Marco Richter hat einen neuen Verein gefunden. Der einstige U-21-Nationalspieler wechselt auf Leihbasis vom 1. FSV Mainz 05 zum SV Darmstadt 98 und ist damit auch in der neuen Saison Bestandteil der 2. Bundesliga. In der abgelaufenen hatte er - ebenfalls als Leihspieler - zwar mit dem Hamburger SV den Aufstieg gefeiert, sich aber nicht nachhaltig für eine Weiterverpflichtung empfohlen.
Weil er auch in Mainz einen schweren Stand gehabt hätte, rankten sich schon den ganzen Sommer über verschiedene Wechselgerüchte um den 27 Jahre alten Offensivmann, ehe es mit Darmstadt konkret wurde. "Ich hatte super Gespräche mit Paul Fernie und Florian Kohfeldt, in denen mir ein konkreter Plan aufgezeigt worden ist", erklärt er am Donnerstag in der Pressemitteilung der Lilien.
Sportdirektor Fernie sieht in Richter "einen sehr kreativen und erfahrenen Spieler für die offensive Mittelfeldposition. Er ist ein technisch versierter Kombinationsspieler mit einem hohen Maß an Spielintelligenz. Damit passt er hervorragend zu unserer Spielidee und verkörpert die Dinge, die uns auf seiner Position wichtig sind. "
Debüt schon am Samstag?
Schon an diesem Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) könnte Richter sein Debüt für die Darmstädter geben, wenn diese zum Zweitliga-Auftakt den VfL Bochum empfangen. Ob Trainer Kohfeldt ihm gleich die ersten Einsatzminuten beschert, muss sich zwar noch zeigen, grundsätzlich glaubt Richter aber "sehr gut" zu dessen Spielidee zu passen. "Mir gefällt der Fußball, den Darmstadt spielen möchte", sagt er und freut sich darauf, "das Bölle am Samstag erstmals bei einem Heimspiel zu erleben".
Der 176-malige Bundesliga-Spieler wurde einst unter anderem beim FC Bayern ausgebildet und schaffte beim FC Augsburg den Sprung in den Profifußball. Nach zehn Jahren beim FCA wechselte er 2021 zu Hertha BSC, ehe er sich nach dem Abstieg 2023 den Mainzern anschloss, bei denen er noch bis Sommer 2027 unter Vertrag steht. "Wir glauben, dass Marco das Jahr in Darmstadt für sich nutzen wird und er mit viel Spielzeit eine erfolgreiche Saison spielen kann", meint FSV-Sportdirektor Niko Bungert.
In der abgelaufenen Saison kam Richter in der 2. Liga auf 27 Einsätze, blieb dabei allerdings 13-mal nur Joker und steuerte letztlich lediglich drei Scorerpunkte (ein Tor, zwei Assists) bei einem kicker-Notenschnitt von 4,17 zur Hamburger Bundesliga-Rückkehr bei.