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"Das Einzige, was ich tun konnte": Rückkehr von "King Kev" endet jäh

kicker

Sie hatten ihm den himmelblauen Teppich ausgelegt. Kevin De Bruyne kehrte am Donnerstagabend ins Etihad Stadium von Manchester City zurück, das zehn Jahre lang sein Zuhause war. Zwischen 2015 und 2025 hatte der Belgier 442 Spiele in allen Wettbewerben für die Skyblues bestritten, dabei 108 Tore erzielt und 170 Treffer vorbereitet. 16 Titel gewann City unter der Regie des Mittelfeldlenkers, darunter sechs Meistertitel und den ersehnten Henkelpott.

Im Sommer wurde De Bruynes Vertrag dennoch nicht verlängert, er wechselte zum italienischen Meister Napoli an den Fuße des Vesuvs. Und mit den Gli Azzurri war er nun zurück zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison. Als De Bruyne im falschen Blau zum Warmmachen auf den Platz kam, wurde er von den Citizens mit Begeisterung und verehrenden Sprechchören empfangen. Zum Anpfiff präsentierten die Heim-Fans gar ein Banner von "King Kev": De Bruyne mit Zepter und der englischen Königskrone.

Conte rühmt Einstellung seines Teams

Einmal fiel der Belgier auch auf dem Platz auf, ein feiner Diagonalball über das halbe Feld wurde von den City-Fans mit einem anerkennenden Raunen begleitet. Danach nahm das Unheil seinen Lauf. Giovanni di Lorenzo sah nach einer Notbremse in der 21. Minute die Rote Karte. Napoli-Trainer Antonio Conte brauchte einen neuen Außenverteidiger - und opferte ausgerechnet De Bruyne seinen taktischen Überlegungen. Nach nur 26 Minuten trottete der Belgier mit hängendem Kopf vom Feld. Immerhin die City-Fans spendeten ihrem früheren Helden Standing Ovations.

"Es war ehrlich gesagt die einzige Möglichkeit, die Sinn ergeben hat", betonte Conte beim englischen Sender TNT Sports. Mit neun Feldspielern igelte sich Napoli am eigenen Strafraum ein, ein feiner Techniker ohne Vorliebe für die Arbeit gegen den Ball wie De Bruyne war im neuen System nicht mehr gefragt. "Es tat mir wirklich leid für ihn, weil es gegen sein altes Team ging", so Conte weiter. "Doch Kevin hat verstanden, dass es das Einzige war, was ich tun konnte."

In Unterzahl sei die Aufgabe für sein Team "unmöglich gewesen", so der Italiener, dennoch habe ihm die Moral seiner Mannschaft gefallen: "Mit 10 Mann waren wir defensiv wirklich gut. Die Einstellung war gut, wir haben zusammen gelitten. Und ich glaube, bei einem elf gegen elf hätten wir auch ein anderes Spiel sehen können." Freilich kam von Napoli über 70 Minuten nichts mehr nach vorne, einen einzigen Torschuss wies die Statistik am Ende für die Süditaliener auf.

Statue vor dem Etihad Stadium geplant

Es fehlte eben das verbindende Element De Bruyne. Der Belgier selbst wollte bei seiner unglücklich verlaufenen Rückkehr nicht sprechen, verabschiedete sich nach Abpfiff allerdings noch auf einer Ehrenrunde zusammen mit seinen alten Kollegen vom Anhang der Skyblues, der ihm seine Zuneigung entgegen sang.

"Ich kann ihm nicht genug danken für das, was er für City geleistet hat. Und für die Trophäen, bei deren Gewinn er uns geholfen hat", stimmte auch City-Eigengewächs Phil Foden in die Hommage auf "King Kev" ein. "Er wird hier immer eine Legende bleiben!" Eine, die wohl bald mit einer eigenen Statue vor dem Etihad Stadium verewigt wird. Der himmelblaue Teppich eben.