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Das Problem der Bayern gegen Brügge

kicker

Der Spielplan meint es in dieser Champions-League-Saison noch ganz gut mit dem FC Bayern, so viel darf man wohl sagen. Nach der kniffligen, aber gelösten Aufgabe gegen Chelsea zum Auftakt (3:1) wartet nach dem eher zweitklassigen Pafos (5:1) nun der nächste Außenseiter mit dem FC Brügge, wenngleich die Belgier mindestens eine Kategorie höher einzuordnen sind als der zypriotische Neuling.

Im Vorjahr hatte der deutsche Rekordmeister zu diesem Zeitpunkt nach einer Niederlage in Birmingham gegen Aston Villa (0:1) beim FC Barcelona antreten müssen - und nach dem 1:4 schon früh in der neu geschaffenen Ligaphase mit dem Rücken zur Wand gestanden.

Bei Vincent Kompany müssen sich Anhänger des FC Bayern grundsätzlich eher weniger Sorgen machen, dass der Trainer irgendeinen Gegner auf die leichte Schulter nimmt. Zumal es für den Belgier ein besonderes Spiel gegen seine Landsleute werden dürfte. "Dementsprechend müssen wir gewinnen", weiß Joshua Kimmich, auch wenn das in München natürlich grundsätzlich gilt.

„Es wäre mein Wunsch, dass wir wichtige Punkte holen, um dieses Jahr nicht in die Play-offs zu müssen.“ (CEO Jan-Christian Dreesen)

Nach Brügge warten jedenfalls die schwierigen Auswärtsspiele in Paris und London beim FC Arsenal, ein Neun-Punkte-Polster ist im Vorfeld also Pflicht. "Es wäre mein Wunsch, dass wir wichtige Punkte holen, um dieses Jahr nicht in die Play-offs zu müssen", sagt CEO Jan-Christian Dreesen. "Was uns dann natürlich auch Kraft spart für die schwierige Rückrunde und für die schwierigen Spiele in der K.-o.-Phase, aber dafür müssen wir uns zunächst qualifizieren. Und deswegen ist jeder Sieg wichtig."

Stanisic meldet sich im Mannschaftstraining zurück

Kräfte sparen würde Kompany womöglich auch am Mittwoch ganz gerne, das Problem für ihn und die Bayern: Alternativen stehen aktuell kaum zur Verfügung. Raphael Guerreiro könnte nach einem Schlag wieder eine Option sein, Min-Jae Kim ist nach seiner anstrengenden Südkorea-Reise etwas ausgeruhter. Josip Stanisic kämpft nach seiner Innenbandverletzung um den Anschluss, konnte am Montag aber immerhin wieder Teile des Teamtrainings absolvieren.

Vor allem in der Offensive darf nun aber wirklich gar nichts mehr passieren. Es war recht bezeichnend, dass Kompany beim 2:1 gegen Dortmund den schwachen Stürmer Nicolas Jackson vom Feld nahm und dafür den defensiven Mittelfeldspieler Leon Goretzka brachte. Was wiederum zur Folge hatte, dass sowohl Aleksandar Pavlovic als auch Harry Kane jeweils eine Position nach vorne rücken mussten.

Gnabry trainiert individuell

Weil Serge Gnabry kurzfristig wegen Adduktorenbeschwerden ausgefallen war, blieben Kompany für die vorderste Angriffsreihe keine Optionen mehr abseits der beiden Teenager Lennart Karl und Wisdom Mike, denen man als Joker in der unruhigen Schlussphase des Topspiels womöglich keinen Gefallen getan hätte.

Nun stellt sich gegen Brügge die Frage, ob Kompany irgendeinen Spieler schonen möchte und vor allem kann. Und wenn ja, wen? Luis Diaz arbeitet zwar fast immer fleißig für die Mannschaft, könnte aber mal eine Pause gebrauchen. Im Mittelfeld wirkte vor allem Pavlovic am Ende platt. Möglich, dass Tom Bischof hier mal wieder eine Bewährungsprobe erhält - oder zumindest einen längeren Joker-Einsatz. Gnabry soll es zwar nicht schwerer erwischt haben, sein Einsatz am Mittwoch steht aber mindestens auf der Kippe. Am Montag trainierte er individuell mit Ball.

Für die Bayern geht es einzig darum, die Hausaufgaben zu erledigen, den Rekord-Start mit elf Siegen aus elf Spielen auszubauen und dann gleich wieder weiterzumachen, denn: Nach Brügge warten die Auswärtsspiele in Gladbach und Köln (Pokal), gefolgt vom nächsten Topspiel gegen Leverkusen und der Reise nach Paris.