Adrian Bajrami hatten wohl vor wenigen Wochen nur die wenigsten Schweizer Fans überhaupt auf dem Schirm. Er spielte bei Benfica Lissabon, galt bereits als albanischer Nationalspieler. Der 23-Jährige hat sich nach seinem Wechsel zum FC Luzern allerdings doch noch für die Schweiz entschieden, wurde von Murat Yakin auch gleich aufgeboten.
Dass er gegen Slowenien zum Spielen kam, überraschte auch ihn selbst: "Ich war nicht am Aufwärmen, doch Ricardo Rodriguez hatte ein kleines Problem, und plötzlich musste es schnell gehen", sagte er nach seinem Debüt gegenüber dem Blick. Die meisten Spieler konnten sich nach der Nullnummer nicht wirklich freuen, Bajrami aber war "glücklich und stolz", spricht von einem "unglaublichen" Gefühl.
Dass es mit dem Debüt so plötzlich klappte, hatte auch seine Vorteile. So sei er nicht so nervös gewesen, wie er es eigentlich erwartet hätte. "Ich habe mich ab dem ersten Ballkontakt wohlgefühlt und bin einfach nur glücklich." Glücklich war er auch, dass er in den letzten Tagen Captain Granit Xhaka kennenlernen durfte: "Eine unglaubliche Person, ich hätte es mir nicht besser vorstellen können, ein Mega-Typ und megaguter Fussballer."
Das Lob ist aber nicht nur einseitig, denn auch Xhaka ist von seinem neuen Nati-Kollegen begeistert. Bajrami sei ein "sehr angenehmer Junge, immer positiv und ein richtiger Verteidiger". Auch Xhaka hat das Gefühl, dass der 23-Jährige gut in die Partie gekommen ist, die Duelle gewonnen hat und einfach gespielt habe. "Er ist sicher ein Mann für die Zukunft."