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Datenschutz-Vorfall: Hoffenheim kündigt "umfassende Aufklärung" an

kicker

Sportlich läuft es für die TSG Hoffenheim: Platz 5 in der Bundesliga, ein 5:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach am Mittwochabend, insgesamt schon neun Siege aus 16 Bundesliga-Spielen. Abseits des Rasens kam es nun aber zu einer Datenschutz-Panne.

Wie die TSG am Donnerstag bekanntgab, war die Mitgliederliste des Klubs nach aktuellem Kenntnisstand "unberechtigt im Vereinsumfeld weitergegeben" worden. Die genauen Umstände des Vorfalls sollen im Rahmen einer laufenden Untersuchung aufgeklärt werden, hieß es. Hinweise, dass die Daten missbräuchlich genutzt worden sind, liegen dem Verein nach eigenen Angaben aktuell nicht vor. Auch gebe es derzeit keine Hinweise, dass Mitglieder unter Nutzung der in der Liste enthaltenen Daten kontaktiert wurden beziehungsweise den Mitgliedern infolge dieses Vorfalls eine Kontaktaufnahme Dritter droht.

"Der Schutz der personenbezogenen Daten unserer Mitglieder hat für uns höchste Priorität", wurde der Vorstand des TSG 1899 Hoffenheim e.V. in einer Stellungnahme zitiert. "Wir bedauern diesen Vorfall ausdrücklich und nehmen unsere Verantwortung sehr ernst. Transparenz gegenüber unseren Mitgliedern und eine umfassende Aufklärung sind für uns selbstverständlich."

Hoffenheim kündigt interne Untersuchungen an

Wie der Bundesligist betonte, seien unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls Maßnahmen umgesetzt worden, "um einen möglichen Missbrauch der Daten zu verhindern". Zudem seien interne Untersuchungen unter Einbeziehung externer Rechtsberater eingeleitet worden mit dem Ziel, den Datenschutz weiter zu stärken.

Die TSG hat den Vorfall auch dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg gemeldet.

Die TSG verzeichnet Stand Sommer 2025 11.500 Mitglieder, knapp weniger als der 1. FC Heidenheim (12.600, Stand ebenfalls Sommer 2025). Im Mitglieder-Ranking der Bundesliga belegt Hoffenheim damit Platz 17.