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Dedes: "Selina ist eine der besten Stürmerinnen Deutschlands"

kicker

Zwei Spiele, zwei Siege, 7:1-Tore: Die TSG Hoffenheim grüßt derzeit vom ersten Tabellenplatz und darf durchaus von einem gelungenen Saisonstart sprechen. Nachdem der 4:1-Sieg gegen Carl Zeiss Jena noch mehr oder weniger erwartet werden durfte, war das 3:0 gegen Eintracht Frankfurt schon mit einem kleinen Ausrufezeichen versehen.

Trainer Theodoros Dedes wusste danach aber auch, bei wem er sich bedanken muss: "Wir sind sehr stolz, dass wir so eine Torhüterin haben, die uns im Spiel gehalten hat, und dass wir das mit Effektivität zurückzahlen konnten." Gemeint war Laura Dick, die in der ersten Hälfte gegen deutlich stärkere Frankfurterinnen gleich mehrere Paraden ausgepackt hatte, ehe Hoffenheim im zweiten Durchgang die Spielkontrolle übernahm und den ersten Pflichtspielsieg gegen die Eintracht seit knapp vier Jahren holte (2:1 am 2. Oktober 2021). "Wir sind super happy mit dem Sieg, vor allem nach der suboptimalen ersten Halbzeit", ergänzt Dedes.

Mentale Hoffenheimer Höhenflüge brauche man jetzt aber nicht zu erwarten, die Mannschaft bleibe auf dem Boden - auch wenn am vergangenen Sonntag schon mal ein "Stop the Count"-Spruch in Anlehnung an Donald Trump und die amerikanischen Präsidentschaftswahlen durch die Hoffenheimer Kabine hallte. Dedes kennt die Situation jedoch nur zu gut. Auch mit dem SV Meppen gelang dem Trainer schon einmal ein sehr guter Saisonstart, ehe die Formkurve danach schnell wieder nach unten zeigte. "Eine Meisterschaft ist ein Marathon, kein Sprint", warnt der Trainer.

Dedes hat noch nie in Bremen gewonnen

Zumal Dedes mit der kommenden Aufgabe beim SV Werder Bremen eine weitere Standortbestimmung erwartet. Ein Testspiel vor knapp drei Wochen entschied Werder mit 3:1 für sich. "Verdient", aus Sicht des Hoffenheimer Trainers. Dedes selbst hat noch nie in Bremen gewonnen. Mit der TSG gab es in der vergangenen Saison einen 1:0-Heimsieg sowie eine 0:1-Auswärtspleite.

"Werder hat eine erfahrene Mannschaft und spielt sehr viel mit langen Bällen. Das sind 50/50-Aktionen, die man nicht immer kontrollieren kann. Wir erwarten ein sehr hartes Spiel und müssen unsere Angriffe besser ausspielen", fordert der Hoffenheimer Coach. Zudem müsse man Offensivspielerin Larissa Mühlhaus in den Griff bekommen, die aus der Sturmspitze eine Reihe nach hinten gerückt ist, aber laut Dedes auch dort mit Technik und Ballsicherheit überzeugt und gemeinsam mit der zweikampfstarken Kapitänin Lina Hausicke das Spiel lenkt.

Cerci überzeugt mit Charakter und Fleiß

Aber auch die TSG hat eine Spielerin in ihren Reihen, die derzeit alle überragt: Selina Cerci trifft nach ihrer Torjägerkanone 2024/25 auch in der neuen Saison nach Belieben. Vier Treffer hat die 25-Jährige in den ersten beiden Spielen erzielt. "Das ist das Ergebnis harter Arbeit", stellt Dedes klar. "Für mich ist Selina eine der besten Stürmerinnen Deutschlands. Sie hat nach ihrer Knieverletzung tagein, tagaus an sich gearbeitet, sehr viel im athletischen Bereich gemacht. Sie will sich immer weiter verbessern, nimmt Tipps an, ist fleißig. Hinzu kommt ein guter Charakter und eine 100-prozentige Identifikation mit dem Verein. Sie geht voran, will nicht nur Tore machen, sondern auch führen. Sie hat aktuell viel Selbstbewusstsein, ist fit, hat Spaß - und wir genießen das. Sie zieht die Mannschaft mit, profitiert aber auch davon, dass wir so gut in unseren Abläufen drin sind, dass wir sie bedienen können." Das soll auch in Bremen wieder ähnlich funktionieren, wo die Abschlüsse zuletzt nur selten ihr Ziel fanden.

Nadine Bitzer, Linda Natter und Dominika Grabowska sind indes angeschlagen und für Sonntag noch fraglich. Franziska Harsch ist noch keine Option und auch für Wiëlle Douma, die nach einer Sprunggelenksverletzung in dieser Woche erstmals mit der Mannschaft trainiert hat, kommt die Partie wohl noch zu früh.