Das Gastspiel am Freitagabend (19 Uhr, LIVE! bei kicker) in Aue hat für Mannheim durchaus richtungsweisenden Charakter. Schließlich könnte der Tabellen-16. aus dem Erzgebirge per Dreier an den Mannheimern vorbeispringen - und präsentierte sich vor der Länderspielpause in einer entsprechenden Form: "Sie waren nicht nur punktemäßig gut. Auch vom spielerischen Ansatz habe ich eine sehr gute Mannschaft gesehen, die klare Abläufe hat und ihre Gegner sehr dominiert hat", blickte Buwe-Coach Luc Holtz auf Aue.
Im Rahmen der Spieltagspressekonferenz attestierte Holtz dem kommenden Gegner "eine große Qualität am Ball" sowie eine Vielzahl an Spielern, "die Tore machen können", weshalb es vor allem auf das Spiel gegen den Ball ankomme. "Wir müssen uns im Abwehrverhalten besser positionieren, um dagegenzuhalten", schlug er die Brücke zum 1:4 seines Teams gegen Osnabrück, das aufzeigen sollte, wie es defensiv nicht geht: "Wir haben den mentalen Bereich klar angesprochen und uns die Tore, die wir gegen Osnabrück kassiert haben, im Video angeschaut, um das am Freitag besser zu machen."
Asallari fehlt, Quartett auf der Kippe
Erschwert wird das Vorhaben des Waldhof-Trainers allerdings durch diverse personelle Fragezeichen. Während Kushtrim Asallari weiterhin an einem Muskelfaserriss laboriert und definitiv ausfallen wird, stehen Thijmen Nijhuis, Tim Sechelmann, Sascha Voelcke und Adama Diakhaby auf der Kippe.
Speziell Sechelmanns und Voelckes Ausfall würde in Holtz' Hintermannschaft schwer wiegen, ist die Buwe-Abwehr doch generell dünn besetzt. "Bei Sascha sieht es nicht gut aus, er hat heute überhaupt nicht trainiert", gab sein Coach am Mittwochabend Einblicke in Voelckes Stand, den eine Schambeinentzündung plagt.
Besser stünde es um Sechelmann, der am Mittwoch mit seinen Kollegen auf dem Platz stand. Allerdings bremste Holtz die Erwartungen direkt: "Ob ein Spieler starten kann oder soll, wenn er nicht hundertprozentig fit ist, werden wir einfließen lassen." Final werde über beide Personalien nach dem Abschlusstraining entschieden.
Halbe Startelfgarantie für Hoffmann
Wieder mit von der Partie ist derweil Niklas Hoffmann, der gegen Osnabrück ob seiner fünften Gelben Karte gefehlt hatte und in Aue wohl unausweichlich in die Startelf zurückkehren wird - speziell, wenn Sechelmann oder Voelcke ausfallen sollten. "Natürlich ist die Möglichkeit groß, dass Hoffi wieder starten wird", umging Holtz eine endgültige Bestätigung, schob aber hinterher: "Er hat es die Spiele davor gut gemacht, bringt eine gewisse Qualität mit. Diesbezüglich ist er ein Kandidat für die erste Elf."
Kein Kandidat für die erste Elf oder den Kader ist hingegen Nolan Muteba N'Tumba. Der junge Franzose, der Anfang Oktober in Mannheim aufgeschlagen war, brauche laut Holtz noch etwas Zeit. "Er ist erst kurz dabei, erst 18 Jahre alt. Wir tun gut daran, dem Jungen die Zeit zu geben, in Deutschland anzukommen, sich an den deutschen Fußball und die Mannschaft zu gewöhnen." Zwar mache der Offensivspieler sich gut im Training, "aber es ist noch zu früh, um in den Kader zu kommen".