Auf die Palme bringt ihn die Elfmeter-Entscheidung, die zum spielentscheidenden 0:1 führt. "Dafür wurde der VAR nicht erfunden", sagt Gerald Scheiblehner gegenüber Blick. In der 59. Minute wird Schiedsrichter Marijan Drmic an den Bildschirm gebeten, entscheidet nach einem Zuber von Allan Arigoni an Rilind Nivokazi auf Elfmeter. "Der Schiedsrichter hatte auf dem Platz eine gute Sicht. Er braucht nicht noch die Meinung eines anderen Schiedsrichters, der ihm die Entscheidung abnimmt."
Weniger Diskussionen gibt es über die Rote Karte gegen Saulo Decarli in der zwölften Minute. Der Routinier räumt Nivozaki ab, nach VAR-Konsultation schickt ihn Drmic von Feld. Böse ist Scheiblehner deswegen nicht, auch nicht auf die anderen routinierten Spieler, die nicht wunschgemäss performen. Er will keine Schuldzuweisungen machen, "Spiele ohne Fehler wären ziemlich langweilig".
Was Scheiblehner jedoch gar nicht gefiel, war die Offensivbewegung. Er spiele das Spiel, um Tore zu schiessen, nicht um Bälle zu erobern. "Die Phase nach den Ballgewinnen war nicht gut. Das werden wir in der kommenden Woche anschauen." In den kommenden Wochen könnte GC auch an der Disziplin arbeiten. Nach Dorian Paloschi und Luke Plange flog mit Decarli im dritten Spiel in Serie ein Hopper vom Feld.