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Der lange Weg ins EM-Finale

kicker

Über die U-21-EM in der Slowakei berichten Tim Lüddecke und Michael Pfeifer

Womöglich ist es ein gutes Omen. Auch beim ersten Titelgewinn einer deutschen U 21 bei der EM 2009 in Schweden war die DFB im Turnierverlauf zweimal auf England getroffen. In der Gruppenphase sicherten sich beide Kontrahenten mit einem 1:1 den Einzug ins Halbfinale, um dann im Endspiel erneut aufeinanderzutreffen. Damals triumphierte die von Trainer Horst Hrubesch hervorragend eingestellte Mannschaft durch Tore von Gonzalo Castro, Mesut Özil und zweimal Sandro Wagner glatt mit 4:0.

Di Salvo sieht keinen klaren Favoriten

Auch bei der EM in der Slowakei bildete dieses Duell den Abschluss der Gruppenphase, allerdings hatte DFB-Trainer Antonio Di Salvo seine bereits sicher qualifizierte Mannschaft komplett ausgetauscht und dennoch mit 2:1 gegen die Briten gewonnen. "Wir sehen uns im Finale wieder", hatte Englands Coach Lee Carsley Di Salvo zugeraunt - und Recht behalten.

"Ja, wir haben England geschlagen in der Vorrunde, aber es ist jetzt ein Finale, es ist ein ganz neues Spiel, es geht bei null los", betont Di Salvo, "und es gibt jetzt nicht diesen klaren Favoriten, es wird ein Spiel auf Augenhöhe sein."

„England ist wie immer eine der besten Mannschaften des Turniers.“ (Nick Woltemade)

Auch sein Star und Leistungsträger Nick Woltemade ahnt, was auf die DFB-Auswahl zukommt. "England ist wie immer eine der besten Mannschaften des Turniers, sie haben viele Spieler mit viel Erfahrung aus der Premier League, deswegen ist das eine sehr gute Mannschaft", erklärt Deutschlands Torjäger, der mit sechs Treffern die Torschützenliste anführt und diese Position gegen Englands Harvey Elliott (4 Tore) auch behaupten will.

Vor allem aber soll die Serie von mittlerweile 20 Spielen ohne Niederlage fortgesetzt werden, die vor zwei Jahren ausgerechnet gegen England (0:2) gestartet war - und nun zu einem grandiosen Ende führen soll. "Wir wissen, was wir können und welche Qualität wir haben", so Woltemade, "vor allem vergessen wir die Basics nicht, um dann auch unsere individuelle Qualität auf den Platz zu kriegen. Hoffentlich können wir dann auch das zweite Mal gegen sie als Sieger vom Platz gehen."

Folgt dem langen Weg die Krönung?

Es wäre die Krönung für die deutsche Mannschaft, ihren Trainer und den langen gemeinsamen Weg.

"Es war eine sehr lange Reise. Zwei Jahre, die irgendwann aber auch schnell vergangen sind. Für mich persönlich waren es die schönsten Jahre im Juniorenbereich, weil der Kern der Truppe immer noch der gleiche ist", erklärt Woltemade: "Wir haben schwierige Momente zusammen durchstanden, haben Erfolge zusammen gehabt, das sieht man bei uns."

Der deutsche Angreifer sprach von "keinem einfachen Weg, aber ich glaube, dass die ganzen Gespräche, die ganzen Momente, die wir zusammen kreiert haben, uns auf dem Platz helfen - das sieht man jetzt auch im Turnier", so der Stuttgarter: "Egal wer spielt, egal wer auf dem Platz ist, es funktioniert." Das soll auch am Samstag ein letztes Mal so bleiben.