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Die Angst geht um in Serbien - Unions Ilic gegen Albanien erstmals dabei

kicker

Im Sommer 2024 kam Andrej Ilic zunächst auf Leihbasis aus Lille zu den Berlinern. Der Serbe empfahl sich anschließend mit sieben Toren in 16 Bundesligaspielen und wurde schließlich zu Saisonbeginn fest verpflichtet. In der laufenden Saison lief er in jedem Ligaspiel auf - und überzeugte dabei vor allem als Vorlagengeber. Gleich fünf Assists stehen für den 25-Jährigen bislang zu Buche, allein drei gelangen ihm beim 4:3-Sieg bei der Frankfurter Eintracht.

Seine Auftritte blieben auch in Serbien nicht unbemerkt. Der Stürmer wurde nun von Nationaltrainer Dragan Stojkovic für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Albanien am Samstag, den 11. Oktober (20.45 Uhr) und drei Tage später in Andorra (20.45 Uhr) als einer von vier Neuen berufen. Damit ist der ehemalige serbische U-21-Nationalspieler (6 Länderspiele) erstmals bei der A-Elf der Weißen Adler dabei. Neben Ilic sind auch der in Brügge spielende Mittelfeldmann Aleksandar Stankovic, Sohn der serbischen Fußball-Legende Dejan, sowie Veljko Milosavljevic (AFC Bournemouth) und Dejan Zukic vom Wolfsbeger AC neu dabei.

Nach der 0:5-Heimschmach gegen ersatzgeschwächte Engländer im September hatte es bereits Gerüchte gegeben, dass Stojkovic neue Spieler berufen wolle. Das ist nun auch der Fall, ob Ilic auch spielen wird, bleibt jedoch abzuwarten, immerhin verfügen die Serben doch gerade im Sturm mit Dusan Vlahovic (Juventus), Rekord-Torschütze Alesandar Mitrovic (Al-Rayyan) sowie Luka Jovic (AEK Athen) über ordentliche Qualität.

Die Angst vor dem Eklat

Große Brisanz besitzt das anstehende Duell mit Albanien: Einerseits dürfte es dabei aus sportlicher Sicht wahrscheinlich um Platz zwei in der Gruppe gehen. Die Serben stehen dabei aufgrund der Klatsche gegen England und einem Punkt Rückstand auf die aktuell zweitplatzierten Albaner unter Druck, müssen quasi schon gewinnen. Andererseits ist es auch aufgrund der Situation um den Kosovo politisch ein kniffliges Spiel, in dem auch Provokationen und Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können. Beim Hinspiel in Tirana hatte es bereits höchste Sicherheitsvorkehrungen gegeben, das wird nun auch der Fall sein.

Die Serben haben das Spiel auch aus der Hauptstadt Belgrad wegverlegt, so wird im beschaulichen Leskovac, wo das Stadion Dubocica gerade einmal über eine Kapazität von 8136 Plätzen hat - und die wird aufgrund einer UEFA-Strafe nochmal verringert werden. Dem serbischen Verband dürfte das ganz gelegen kommen, zu groß ist die Angst vor neuerlichen Ausschreitungen, wie beim Drohnen-Eklat beim Aufeinandertreffen dieser zwei Nationen vor elf Jahren. Auch deshalb wurde entschieden, dass es gar keine Tickets im freien Verkauf geben wird.