Der Spitzenreiter in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga kommt nach wie vor aus Mittelfranken. Der SpVgg Greuther Fürth ist Platz 1 in der kommenden Saison nicht streitig zu machen, da sich der direkte Verfolger, der FC St. Pauli, letztes Jahr schon in die Bundesliga verabschiedet hat. Das Kleeblatt führt das Ranking mit 1797 Punkten an, die Kiezkicker liegen mit 1690 Zählern über 100 Punkte entfernt von der Spielvereinigung.
St. Pauli muss derweil nach hinten schauen, denn auf Rang 3 lauert Hannover 96. Die Niedersachsen haben bisher 1601 Punkte geholt und bräuchten daher 90 Zähler in der kommenden Saison, um St. Pauli zu überholen. Zwar zählt Hannover zu den Aufstiegsanwärtern, eine solche Fabel-Saison ist aber nicht zu erwarten.
Deutlich wahrscheinlicher ist da schon, dass der Karlsruher SC einen Sprung nach vorne macht. Aktuell liegen die Badener mit 1453 Punkten auf Platz 5. Knapp hinter Drittligist Alemannia Aachen (1481). Der KSC braucht also nur 29 Zähler, um Aachen zu überholen. Holt Karlsruhe mindestens 47 Punkte, wäre der KSC der vierte Verein, der die Marke von 1500 Zählern knackt.
Für Darmstadt (Platz 6, 1394 Punkte) und den 1. FC Nürnberg (Platz 8, 1287 Punkte) wird derweil kein Sprung möglich sein. Die Lilien werden den KSC nicht einholen können, dem Club fehlen 89 Zähler auf die siebtplatzierte Fortuna aus Köln. Anders sieht es für Aufsteiger Arminia Bielefeld (1176 Zähler) aus. Dem zwölftplatzierten DSC fehlen nur 33 Punkte, um Drittligist Osnabrück einzufangen.
Etwas weiter unten in der Tabelle können mit Düsseldorf (Platz 18, 993 Punkte), Braunschweig (Platz 19, 991 Punkte) und Hertha BSC (Platz 20, 974 Punkte) gleich drei Vereine die Marke von 1000 Punkten knacken und damit die Klubs 18, 19 und 20 werden, die diese Ausbeute schon geholt haben. Zudem ist für alle drei Klubs ein großer Sprung nach oben möglich. Platz 15, den 1860 München mit 1040 Zählern innehat, ist in greifbarer Nähe.
Die Berliner, die von den drei Klubs am weitesten von der 1000er-Marke entfernt sind, könnten jene aber von allen Zweitliga-Vereinen am zweitschnellsten erreichen. Am schnellsten war bisher Nürnberg, das das nach 587 Spielen am 17. Spieltag der Saison 2017/18 (nach einem 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf) schaffte. Am zweitschnellsten war Hannover 96 nach 650 Spielen (1995/96). Hertha steht aktuell bei 624 Zweitliga-Partien.
Für Bundesliga-Absteiger VfL Bochum ist auf Platz 22 mit 850 Punkten nichts möglich, Tabellennachbar Mainz ist 112 Zähler entfernt. Etwas dahinter liefern sich jedoch Paderborn (Platz 27, 719 Punkte) und Kaiserslautern (Platz 28, 705 Punkte) ein Wettrennen um Platz 24, den Oberhausen mit 768 Zählern belegt. An Offenbach (757 Punkte) und Essen (748) dürften beide Klubs vorbeikommen.
Auch Münster, Kiel und Schalke können 2025/26 klettern. Der SC Preußen (Rang 37) bräuchte 49 Punkte für Platz 35, auf dem der 1. FC Köln mit 594 Punkten liegt. Die Störche (Platz 39, 506 Punkte) werden derweil problemlos an Meppen vorbeiziehen, während Schalke (482 Punkte) der Sprung von Platz 43 auf 39 winkt. Dafür bräuchten die Knappen 30 Zähler.
Große Sprünge von Magdeburg und Elversberg?
Aufsteiger Dynamo Dresden (Platz 49, 401 Punkte) wird aller Voraussicht nach Tennis Borussia Berlin auf Rang 46 einholen, dafür muss die SGD nur 30 Punkte einfahren. Die größten Sprünge aller aktuellen Zweitligisten könnten der 1. FC Magdeburg (Platz 79, 165 Punkte) und die SV Elversberg (Platz 98, 101 Punkte) machen. Um den FC Bayern Hof von Rang 66 zu verdrängen, müsste der FCM 54 Zähler holen. Bei mehr als 60 Punkten wäre für die SVE sogar Platz 80 möglich.