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Die Talfahrt des 1. FC Saarbrücken und ein warnendes Beispiel

kicker

Das Fußballgeschäft ist bekanntermaßen sehr schnelllebig. Erst im vergangenen Jahr war der 1. FC Saarbrücken in aller Munde. Im DFB-Pokal kegelte der FCS mit den Bayern, Frankfurt und Gladbach drei Erstligisten aus dem Wettbewerb und musste erst im Mai 2024 im Halbfinale gegen Kaiserslautern den Traum vom Endspiel in Berlin begraben.

Knapp ein Jahr später scheiterte der FCS denkbar knapp in der Verlängerung der Aufstiegsrelegation an Eintracht Braunschweig. Der Saisonstart in die laufende Spielzeit entflammte erneut die Aufstiegshoffnungen der Saarländer, die an den ersten zehn Spieltagen nur eine Niederlage hinnehmen mussten. Danach folgten sechs Pleiten in sieben Spielen und der Trainerwechsel von Alois Schwartz zu Jürgen Luginger. Den einzigen Punktgewinn holten die Blau-Schwarzen seitdem beim mageren 2:2 gegen Kellerkind TSV Havelse.

"Der Aufwand stimmt, der Ertrag aber nicht"

Bei der jüngsten Derby-Pleite bei Waldhof Mannheim konnte den FCS-Spielern zwar nicht womöglich fehlender Einsatz und Leidenschaft angekreidet werden, doch etwas Zählbares sprang erneut nicht heraus. "Wir sind in einer Scheiß-Situation, weil der Aufwand stimmt, der Ertrag aber nicht", sagte Kapitän Robin Bormuth gegenüber saarnews, gab sich aber kämpferisch: "Wir müssen weitermachen, etwas anderes bleibt uns auch nicht übrig."

Dem Innenverteidiger mache vor allem die Art und Weise Hoffnung, wie seine Mannschaft in den beiden Spielen unter Luginger aufgetreten sei: "Die ist eine andere als in den Spielen zuvor. Die Mannschaft kämpft, jeder ist für den anderen da", gerade deshalb ist der 30-Jährige zuversichtlich, was den weiteren Saisonverlauf angeht: "Ich bin davon überzeugt, dass wir uns das in der Rückrunde alles wieder holen werden. Dann wird die ganze Scheiße, die jetzt gegen uns läuft, sich zu unseren Gunsten umkehren."

Negativbeispiel SV Sandhausen

Kampfgeist hin oder her - der 1. FC Saarbrücken ist nur noch zwei Zähler von den Abstiegsrängen entfernt. Vor der Winterpause bieten sich das Heimspiel gegen die Hoffenheimer Zweitvertretung und die Auswärtspartie in Rostock an, endlich wieder dreifach zu punkten.

Das Negativbeispiel aus der Vorsaison des SV Sandhausen, der Anfang November noch Tabellenführer war, aus den restlichen 24 Spielen nur noch erschreckende acht Punkte holte und im Anschluss als Vorletzter abstieg, zeigt, dass die Saarländer gewarnt sein sollten.