Im Interview spricht Murat Yakin über die Kommunikation mit den Spielern. Routiniers nehme er meist vorab schon zur Seite, sollten sie nicht zum Einsatz kommen, offenbart der Nationaltrainer. Bei jüngeren Spielern wartet Yakin hingegen gerne einmal die Reaktion ab. Die Kommunikation ist aber durchaus nicht nur eine Einbahnstrasse: "Spieler können zu mir kommen und um eine Rückmeldung bitten. Meine Tür ist immer offen."
„Ich nehme solche Dinge nicht persönlich und bin auch nicht nachtragend.“ (Murat Yakin darüber, wenn sich Spieler öffentlich beschweren)
Offen zeigt sich Yakin auch in der Personalie Noah Okafor. Der Spieler äusserte sich schon mehrfach öffentlich und zeigte sich unglücklich darüber, kein Aufgebot erhalten zu haben. Der Kontakt zwischen dem Spieler und Yakin besteht aber immer noch: "Es gibt immer einen Weg. Wie gesagt: Ich nehme solche Dinge nicht persönlich und bin auch nicht nachtragend. Wir haben miteinander telefoniert und ich werde ihn demnächst in Leeds besuchen."
In der WM-Qualifikation setzte Murat Yakin zumeist auf das gleiche Personal. Das habe sich so ergeben, trotzdem zeigt sich der Trainer auf einen Ausfall vorbereitet: "Manu (Anm. d. Red.: Manuel Akanji) ist hinten der Fels in der Brandung. Führungsspieler wie ihn, Granit oder Remo kann man nicht eins zu eins ersetzen. Aber ich muss mich auf solche Szenarien vorbereiten und habe verschiedene Varianten im Kopf." Die drei angesprochenen Spieler seien absolute Leader. Allein ihre Präsenz mache das Team besser.
Lieber Miami als New York
Angesprochen auf New York, wo der Nationaltrainer Neujahr verbracht hat, offenbart er, dass er diesen Trip primär seiner Frau und Tochter zuliebe gemacht hat: "Es hat super Restaurants, schöne Ecken und einige spannende Attraktionen, aber es ist nicht unbedingt meine Welt. Wir waren davor in Miami am Strand, das entspricht mir mehr."