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"Donnerstags-Experte" Zieler - Novum für Augsburg und Union

kicker

Ein drittes Mal wird es für Ron-Robert Zieler dieses Mal nicht geben, nein. Am Mittwoch (20.30 Uhr) trifft sein Klub, der 1. FC Köln, auf den FC Bayern. Ohnehin aller Voraussicht nach mit Zieler in einer Nebenrolle, nämlich auf der Ersatzbank.

Seinen "Rekord" der besonderen Art wird der 36 Jahre alte Torwart damit in jedem Fall nicht ausbauen können. In der Saison 2010/11 und 2013/14 spielte Zieler nämlich jeweils am 31. Spieltag mit Hannover 96 an einem Donnerstag im Oberhaus. Er ist damit der einzige Bundesliga-Profi der Geschichte mit mehr als einem Donnerstag-Einsatz.

In dieser Woche können es drei weitere Spieler Zieler nachmachen: Keven Schlotterbeck, Yannik Keitel (beide FC Augsburg) und Woo-Yeong Jeong (Union Berlin). Sie alle waren bei der bis dato letzten Donnerstagspartie am 30. Spieltag in der Saison 2020/21 für den SC Freiburg im Einsatz. Damals verloren die Badener mit 0:3 gegen Hertha BSC.

Vor fünf Jahren noch als Mannschaftskameraden, heute als Gegner können sie überspitzt formuliert etwas Erfahrung mitbringen. Für Union und Augsburg wird es am Abend (LIVE! 20.30 Uhr bei kicker) die erste Partie an einem Donnerstag sein.

Donnerstagsaffine Hamburger

Viel Erfahrung in Donnerstagspartien hat dagegen der 1. FC Kaiserslautern. Schon 14 Mal mussten die Roten Teufel an jenem Wochentag antreten. Dicht dran sind HSV und Bayern München mit je 13 Partien. Am 31. Spieltag 1988/89 sowie am 29. Spieltag 1989/90 fanden sogar jeweils acht Spiele donnerstags statt, am 33. Spieltag 1969/70 sieben. In diesem Jahrtausend gab es nur noch insgesamt acht dieser Art, dreimal davon mit Beteiligung von Eintracht Frankfurt.

Folglich sind Donnerstagspartien historisch nicht so selten, wie man heutzutage denkt. Das mittlerweile 117. Spiel findet in dieser Woche statt, seltener wurde nur an einem Montag gespielt: nämlich 38 Mal. Zum Vergleich: Samstagsspiele gab es 13.571 an der Zahl.

Den Hamburgern scheinen die Donnerstagspartien sogar zu liegen. Die Hanseaten gewannen in den 13 Partien sieben Mal bei nur drei Niederlagen. Bayern hingegen scheint nicht warm zu werden mit diesen Wochentagen. Ganze neunmal verlor der Rekordmeister.

Unter den aktuellen Bundesliga-Profis fehlt übrigens nur diesen fünf ein Tor am Donnerstag, um an jedem Wochentag getroffen zu haben: Andrej Kramaric, Julian Brandt, Ihlas Bebou, Patrik Schick und dem wechselwilligen Timo Werner. Sollte einem aus dem Quintett in der Zukunft auch noch ein Donnerstags-Tor gelingen, würde er in eine auserwählte Zehnerriege aufsteigen: mit Namen wie Uwe Seeler, Uwe Bein, Bernd Hölzenbein und Andreas Möller.