Fehlercode: %{errorCode}

Doppelpacker Hottmann witzelt über Siegtreffer - Regensburger im Aufwind

kicker

Dass Regensburg den Samstagnachmittag in der Halbzeitpause noch nicht abschenken würde, war nicht nur den Spielern des SSV klar. Zu gut hatte es der Jahn gerade in den ersten 25. Minuten gemacht. Zu ausgeglichen war die erste Hälfte gegen die Reserve des VfB Stuttgart eigentlich. Nur das Pausen-Ergebnis passte den Ostbayern überhaupt nicht. 0:2 hieß es zur Pause, weil die Gäste im Laufe der ersten 45 Minuten ihre individuelle Qualität aufblitzen ließen und ihre Chancen eben nutzten - im Gegensatz zum Jahn: Der vergab gleich mehrfach vor VfB-Keeper Dominik Draband.

Kuller-Ball ins Regensburger Glück

"In der Kabine hat keiner den Kopf hängen lassen", berichtete Eric Hottmann nach der Partie bei MagentaSport. "Wir haben uns gesagt: 'Wir machen so weiter. Wir sind gut drin. Es ist eine Mentalitätssache.'" Der Siegtorschütze lieferte einen entscheidenden Beitrag, um den Worten auch Taten folgen zu lassen. Nach einem schönen Spielzug sorgte der 25-Jährige aus kurzer Distanz für den Anschlusstreffer. Danach entwickelte sich ein Schlagabtausch zweier Mannschaften mit offenem Visier. Als Oliveira per Kopf den Ausgleich besorgte, wechselte der Ball noch häufiger die Seiten und beide Teams spielten auf Sieg.

In der sechsten Minute der Nachspielzeit brachen in Regensburg alle Dämme. Dabei ist die Art und Weise des Siegtreffers bezeichnend. Hottmann brachte die Kugel im Fallen auf den Kasten. Langsam, aber dafür umso platzierter rollte die Kugel an Draband vorbei über die Linie. Ein Emotionsausbruch also, der sich langsam aufbaute. "Der Ball hatte ja gefühlte 400 km/h", witzelte Hottmann. "Es war sehr geil, aber ich musste lange warten", beschrieb der Stürmer den Moment der Ekstase.

Historisches Comeback ohne erkrankten Cheftrainer

So gewinnt Regensburg nun zum zweiten Mal infolge und schwimmt sich im Tabellenkeller damit langsam frei. Eine Erleichterung für die Ostbayern nach zuletzt schwachen Ergebnissen. "Am Ende haben wir uns das auch einfach mal verdient. Es waren keine leichten Wochen für uns. Es ist wichtig, dass wir solche Momente für uns entscheiden können", sagte ein erleichterter Hottmann, der durch seinen Treffer Vereinsgeschichte schrieb. Schließlich wandelte der SSV beim 3:2 gegen Stuttgart zum ersten Mal überhaupt in der 3. Liga einen 0:2-Rückstand in einen Sieg um.

Cheftrainer Michael Wimmer schaute sich das Spektakel von der Tribüne an. Der 45-Jährige fiel wegen eines Magen-Darm-Infektes spontan aus und verfolgte das Geschehen deshalb von der warmen Loge im Jahn-Stadion. Von dort kommunizierte er mit seinem Co-Trainer Munier Raychouni, der die Geschicke interimsweise leitete. Für den SSV am Samstagnachmittag kein Problem: "Jeder weiß, was er auf dem Platz zu tun hat und welchen Input er geben kann" lobte Hottmann das Team, das nach dem Dreier nun wieder über dem Strich steht. Das neu gewonnene Selbstvertrauen soll sich in Regensburg jetzt auf die nächsten Aufgaben übertragen.