Der SSV Ulm 1846 Fußball blickt auf sechs Niederlagen am Stück zurück, die letzte hagelte es beim zuvor sieglosen Havelse. Die Situation bleibt prekär beim Drittliga-Drittletzten, das weiß auch Pavel Dotchev.
Der Trainer-Routinier geht mit den Spatzen in sein zweites Spiel und steht vor dem Heimdebüt. Am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) kommt 1860 München ins Donaustadion.
Gegen Havelse hatte einer guten Trainigswoche eine schwache Leistung auf dem Platz gefolgt, erinnerte der 60-Jährige am Donnerstag. "Das war kein gutes Spiel von uns, ich war überhaupt nicht zufrieden mit unserer Leistung und war selbst überrascht." Auch in dieser Woche hätten seine Schützlinge "richtig gut" geübt, "Aggressivität und Disziplin" gezeigt.
"Ich weiß, dass ich liefern muss"
Eine Garantie für drei Punkte gegen die Löwen ist das freilich nicht. Es bleibt eine heikle Angelegenheit in Ulm. "Wir steigen in einen fahrenden Zug und müssen während der Fahrt Sachen korrigieren und verbessern", malte Dotchev ein verbales Bild und rückte auch sich selbst in den Fokus ("Ich weiß, dass ich liefern muss"). Einfach die Hand aufzulegen werde aber nicht zu einem besseren Spiel des SSV führen, Dotchev will sich mit seinem Team vielmehr irgendwie in die Winterpause retten und dann etwas intensiver an den Stellschrauben drehen.
Was gibt Hoffnung? Vielleicht der wacklige Gegner, der trotz namhafter Besetzung zuletzt fünf Auswärtsspiele am Stück in den Sand gesetzt hat. Vielleicht der Neuzugang, der Mirnes Pepic heißt und sich in Liga 3 als Antreiber einen Namen gemacht hat.
Dotchev kennt Pepic von diversen gemeinsamen Stationen in der Vergangenheit. Ob er dem 29-Jährige schon ein Startelfmandat zukommen lässt, verriet der Trainer am Donnerstag noch nicht - oder konnte es noch nicht verraten. Zwar habe sich Pepic bei einem Oberligisten im Hamburg fit gehalten ("Er kann immer noch 14 Kilometer pro Spiel laufen") und sei "unvorbelastet" zu einer vorbelasteten Mannschaft hinzugestoßen. Doch dem in der Region aufgewachsenen Mittelfeldspieler fehlt die Spielpraxis.
Neben Pepic werden im Übrigen auch Niklas Kölle, Ex-Löwe Dennis Dressel (nach Gelbsperre) sowie Abwehrchef Marcel Seegert im Spieltagskader stehen. Hingegen fällt Youngster Evan Brown nach einem Pressschlag im Havelse-Spiel noch bis kommende Woche aus.
Mit 17.000 Zuschauern rechnet man am Samstag bei diesem richtungsweisenden Ulmer Heimspiel, rund 2200 Gästefans werden erwartet.