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Ein Jahr vor der WM: Alabas verzwickte Lage bei Real

kicker

In einem Jahr geht in Kanada, Mexiko und den USA die 23. Weltmeisterschaft über die Bühne. Die österreichische Nationalmannschaft will sich erstmals seit 1998 wieder für eine WM-Endrunde qualifizieren - und anders als bei der jüngsten EM in Deutschland soll der etatmäßige Kapitän David Alaba dabei eine Schlüsselrolle auf dem Platz einnehmen. Doch ausgerechnet jetzt steckt der 33-Jährige bei seinem Verein Real Madrid in einer verzwickten Lage.

Nach seinem Kreuzbandriss im Dezember 2023 kam Alaba weder leistungstechnisch noch körperlich richtig in Schwung. Seit seinem Comeback Anfang des Jahres brachten ihn Adduktorenprobleme, ein Meniskusriss sowie zuletzt eine Muskelblessur in der linken Wade wieder aus dem Tritt. Längst muss sich der Österreicher daher hinter Antonio Rüdiger, Eder Militao und Dean Huijsen anstellen. In der Innenverteidigung gehen Alabas Aussichten auf Einsätze also de facto gegen null - obwohl Raul Asencio durch seine schwachen Leistungen bei der Klub-WM einiges an Kredit verspielte.

Real sendet klare Zeichen an Alaba

Mit dem Werben um Liverpools Ibrahima Konaté sendet Real ein weiteres klares Zeichen, dass Alaba im Abwehrzentrum nicht mehr benötigt wird. Und auch als Linksverteidiger ist der Wiener kaum mehr eine Alternative, wie die am Montag bekanntgegebene Verpflichtung von Alvaro Carreras zeigt. Spanischen Medienberichten zufolge soll Neo-Coach Xabi Alonso dem 33-Jährigen daher bereits mitgeteilt haben, dass dieser bei einem Verbleib in Madrid kaum zum Einsatz kommen würde.

Bis zuletzt soll sich Alaba, dessen Vertrag bei Real noch bis Sommer 2026 läuft, entschieden gegen einen vorzeitigen Abschied aus Spaniens Hauptstadt ausgesprochen haben. Mit einem kolportierten Jahresgehalt von 22 Millionen Euro ist der Österreicher einer der Topverdiener bei den Königlichen, die Alaba deshalb gerne von der Gehaltsliste streichen würden. Im Mai wurde sogar darüber spekuliert, dass der einstige Bayern-Profi schon in diesem Sommer ablösefrei gehen darf. Substanz hatte diese Meldung allerdings nicht.

Perez soll Transfer bereits zugestimmt haben

Fest steht, dass Alaba bei Real einer der Verkaufskandidaten ist und den Verein bei einem entsprechenden Angebot verlassen dürfte. Jüngsten Gerüchten aus Spanien zufolge soll Klubpräsident Florentino Perez einem Transfer bereits zugestimmt und eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro festgelegt haben. Vor vier Jahren hatte Alabas Marktwert bei seinem ablösefreien Wechsel aus München nach Madrid noch 55 Millionen Euro betragen.

Ein Jahr vor der WM steht Österreichs erfolgreichster Spieler aller Zeiten damit vor einer Grundsatzentscheidung. Ein Abschied von Real wäre definitiv mit finanziellen Einbußen verbunden, könnte ihm jedoch regelmäßige Spielpraxis ermöglichen. Ein Faktor, auf den Teamchef Ralf Rangnick dem Vernehmen nach auch bei Alabas Nationalmannschaftskollegen Marko Arnautovic großen Wert legt.