"Wir waren fast da, wo wir hinwollten. Aber dieses 'Fast' im Fußball ist das, was einen so fertig macht. Weil davon können wir uns nichts kaufen." So lautete die traurige Erkenntnis von Dennis Kutrieb, Trainer des BFC Dynamo, nach der bitteren 1:3-Niederlage nach Verlängerung in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Zweitligist VfL Bochum. Für die Berliner war dies gleichzeitig der Auftakt in einen Spiele-Marathon bis Ende des Monats.
Inklusive des DFB-Pokal-Auftritts bestreitet der Viertligist immerhin fünf Partien in 14 Tagen. Dem Duell und den 120 kräftezehrenden Minuten gegen die Bochumer, am Ende sogar mit zwei Spielern weniger auf dem Platz, folgen die Partie im Berliner Landespokal gegen Bezirksligist Concordia Britz (20. August) sowie die Regionalligaduelle gegen den ZFC Meuselwitz (24. August), 1. FC Magdeburg II (27. August) und SV Babelsberg 03 (30. August).
„Wir haben mit der Leistung gegen Bochum für uns selbst ein Statement gesetzt, was Intensität, Fleiß und Zweikampfwillen, aber auch Zweikampfhärte angeht“ (Dennis Kutrieb)
"Wir haben mit der Leistung gegen Bochum für uns selbst ein Statement gesetzt, was Intensität, Fleiß und Zweikampfwillen, aber auch Zweikampfhärte angeht", schätzt der 45 Jahre alte BFC-Coach die Leistung seiner Mannschaft ein. Doch an dieser Performance gilt es für die Hauptstädter erst im Landespokal und dann in den Ligaspielen anzuknüpfen. Denn das sei nun mal "das Tagesgeschäft", so Kutrieb, "und das kann nach so einer Leistung schwierig sein."
Der erste Schritt zum DFB-Pokal 2026
Dabei ist für den amtierenden Berliner Landespokalsieger das Weiterkommen im Erstrundenmatch des Landespokals in Britz eine Pflichtaufgabe, um auch weiter für 2026 die Chance zu haben, sich wieder für den DFB-Pokal zu qualifizieren und auf der nationalen Bühne präsentieren zu können. "Das ist schließlich der einzige Weg für uns in diesen Wettbewerb. Der Weg ist aber lang", weiß auch Kutrieb.
Im Anschluss wollen die Berliner in der Meisterschaft weiter in der Spur bleiben. Nach zwei Niederlagen zum Start gegen Halle (0:1) und Erfurt (2:3) gewannen die Weinrot-Weißen zuletzt mit 2:1 gegen den BFC Preussen. Maßgeblichen Anteil an den ersten drei Saisonpunkten für den Tabellen-14. hatte auch Sommerneuzugang Jan Shcherbakovski, der das zwischenzeitliche 2:0 gegen Aufsteiger Preussen erzielt hatte.
Der 24-Jährige traf zudem gegen Bochum, erzielte das 1:0, auch wenn dieser Treffer nicht zum Weiterkommen reichte. Dennoch ist Shcherbakovski auf der rechten Seite ein belebendes Element in der BFC-Offensive, die nach dem XXL-Umbruch im Sommer mehr und mehr in die Abläufe kommt. Die anstehenden vier Partien bis Ende August will Kutrieb "nach und nach vorbereiten".
Zumal sich der Kader der Berliner aufgrund von verletzten Spielern in der Breite etwas verschlankte. So musste zuletzt gegen den VfL Defensivspieler John Liebelt den Platz mit einer Schulterverletzung vorzeitig verlassen. An einer ähnlichen Verletzung leidet auch Abwehrspieler Amiro Amadou. Ebenso fehlen weiterhin Americo Neves (Oberschenkelverletzung) und Valdemar Sadrifar. "Es sind derzeit zwölf, 13 Spieler, die um die Stammplätze kämpfen. Dazu kommen zwei, drei Spieler, die leicht hinten dran sind", meint Kutrieb. "Durch Verletzungen haben wir aktuell keinen so breiten Kader."