10. Lucas Ferreira (FC Luzern) - 4 Tore
Der nächste Luzerner Shootingstar steht in den Startlöchern. Lucas Ferreira hat zum Beginn der Saison die Herzen der Fans des FC Luzern erobert. Bereits vier Tore sind dem U-Nationalspieler Portugals geglückt. Unter anderem glänzte der 18-Jährige mit dem Siegtreffer im St. Jakob-Park gegen den FC Basel.
Lucas Ferreira läuft zwar derzeit für die U-Nationalmannschaft Portugals auf, hat aber auch Andeutungen gemacht, dass er es sich vorstellen könnte, einst für die Schweiz zu spielen. Es wäre wünschenswert, wenn es dem Verband bei dieser Personalie gelingen würde, ihn vom Schweizer Projekt zu überzeugen, nicht so wie bei Albian Hajdari oder Leon Avdullahu.
9. Miroslav Stevanovic (Servette FC) - 3 Tore und 2 Assists
Seit 2017 spielt Miroslav Stevanovic für den Servette FC. Auch mit 35 Jahren stellt er seinen sportlichen Wert nach wie vor unter Beweis. Obschon Servette als Verein noch Mühe bekundet, in die neue Saison zu finden, scort der Bosnier schon regelmässig - drei Tore und zwei Assists sind der Beleg dafür. Bei den Genfern ist es rund um den Verein im Sommer zu grossen Umstellungen gekommen. Sportchef René Weiler verliess den Verein und nach nur zwei Super-League-Spieltagen musste Trainer Thomas Häberli seinen Spind räumen. All diese Umstellungen haben der Mannschaft nicht unbedingt zu Stabilität verholfen, die Folgen sind zu sehen: Out im Cup, keine internationale Ligaphase und nur Platz elf in der Super League.
8. Chris Bedia (BSC Young Boys) - 5 Tore
Chris Bedia ist der beste Spieler in diesem Ranking, dem noch keine Torvorlage gelungen ist. Nach einem durchzogenen Saisonstart ist der Stürmer zuletzt in Fahrt gekommen. In den letzten vier Partien hat Bedia alle seine fünf Tore geschossen. Einzig beim Debakel in Lausanne ging der Stürmer - wie der gesamte BSC Young Boys - ohne Tor vom Feld. Bedia harmoniert zudem auch mit Neuzugang Sergio Cordova immer besser. Das könnte sich zu einem gefährlichen Super-League-Sturmduo entwickeln.
7. Matteo Di Giusto (FC Luzern) - 2 Tore und 4 Assists
Würde "sein" Siegtreffer gegen den FC St.Gallen nicht offiziell als Eigentor zählen, würde Matteo Di Giusto in diesem Ranking gar einen Sprung auf Platz vier machen. So muss sich der FCL-Neuzugang mit dem siebten Rang begnügen. Zusammen mit Adrian Bajrami in der Innenverteidigung ist Matteo Di Giusto mit Abstand die beste Neuverpflichtung der Leuchtenstädter. Vom ersten Spiel weg hat der Kreativspieler mit offensiven Glanzpunkten überzeugen können. An Di Giusto liegt es sicherlich nicht, dass der FC Luzern derzeit unter dem Strich steht.
5. Jonathan Asp Jensen (Grasshopper Club Zürich) - 4 Tore und 2 Assists
Gleich zwei Spieler weisen die gleich starke Bilanz auf. Einer der beiden ist Jonathan Asp Jensen von den Grasshoppers. Die Leihgabe von Bayern München hat bei den Zürchern auf Anhieb eingeschlagen. Vier Tore und zwei Assists für einen Verein, der eher gegen den Abstieg kämpft, sind eine tolle Ausbeute.
Kein Wunder gab es zuletzt ein Extra-Lob von Sportchef Alain Sutter gegenüber der Bild. Der einstige Bayern-Profi attestiert Asp Jensen Bundesliga-Potenzial. Der 19-jährige Däne hat dieses in der Super League mehr als nur angedeutet. Im nächsten Sommer wird Asp Jensen sicherlich den nächsten Schritt vollziehen. Ob es ihm gleich in den Kader bei Bayern München reicht, darf bezweifelt werden. Zu höherem als GC ist der Kreativspieler aber sicherlich berufen.
5. Christian Fassnacht (BSC Young Boys) - 4 Tore und 2 Assists
Die Rückkehr von Christian Fassnacht zu dem BSC Young Boys war ein Coup von Christoph Spycher. Nach einer durchwachsenen Zeit bei Norwich City stellt der Offensivspieler seinen Wert wieder in der Hauptstadt unter Beweis. Mit sechs Scorerpunkten überzeugt Fassnacht in der laufenden Saison. Doch auch der 19-fache Nationalspieler taucht gelegentlich ab. Es ist eklatant zu sehen: Trifft oder assistiert Christian Fassnacht in einem Spiel mal nicht, kriselt es bei den Young Boys. Zwei Punkte holten die Berner gerade einmal in diesen vier Partien.
4. Alessandro Vogt (FC St.Gallen 1879) - 5 Tore und 1 Assist
In der Vorbereitung machte Alessandro Vogt auf sich aufmerksam. Trainer Enrico Maassen vertraute in der Folge auf die Fähigkeiten des jungen Stürmers und wurde in den ersten Partien nicht enttäuscht. Mit je zwei Toren gegen Winterthur und Lausanne wurde der 20-Jährige gleich zweimal zum Matchwinner. Seit Anfang September wartet Vogt nun auf ein Erfolgserlebnis, doch es war auch nicht anzunehmen, dass er die angeschlagene Pace von Beginn der Saison bis zum Ende durchziehen würde.
Als Folge für den tollen ersten Eindruck in der Super League durfte Alessandro Vogt mit zur U21-Nationalmannschaft. Im September-Zusammenzug traf der Angreifer sogleich für die Schweiz. Ob Vogt wirklich auch ein Versprechen für den A-Nati-Sturm wird, soll die Zukunft zeigen. Die ersten Spiele in der Super League waren auf alle Fälle schon einmal verheissungsvoll.
3. Philip Otele (FC Basel 1893) - 4 Tore und 3 Assists
Auch der amtierende Schweizer Meister hat natürlich seine Vertreter in diesem Ranking. Philip Otele wechselte im letzten Winter auf Leihbasis ans Rheinknie und wurde im Sommer definitiv vom FC Basel übernommen. Mit seinen Dribblings und dem starken rechten Fuss stellt er die gegnerischen Abwehrreihen immer wieder vor Probleme. Das hat er auch am vergangenen Wochenende unter Beweise gestellt. Mit einem trockenen Abschluss mit rechts und einem für Otele eher ungewöhnliches Kopfballtor hat der Flügelspieler zwei Tore zum 3:0-Sieg in Genf beigesteuert.
2. Christopher Ibayi (FC Thun) - 6 Tore und 1 Assist
Schon in fünf verschiedenen Partien hat Christopher Ibayi für den FC Thun gescort. Vier dieser fünf Partien konnte der Aufsteiger dann auch gewinnen. Diese Konstante, auf welche die Berner Oberländer im Angriff bauen können, ist ein Mitgrund für den Höhenflug des FC Thun. Bislang ist der FCT die positive Überraschung in der laufenden Saison. Hinten steht Thun solide und mit dem schnellen Umschaltspiel werden die gegnerischen Abwehrreihen vor Probleme gestellt. Die Anpassung von der Challenge League an die Super League ist noch keiner Mannschaft so gut wie dem FC Thun gelungen.
1. Xherdan Shaqiri (FC Basel 1893) - 4 Tore und 4 Assists
Man hat das Gefühl, Xherdan Shaqiri sei in dieser Saison viel am Lamentieren und es laufe noch nicht so, wie gewünscht. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Im Schnitt steuert der geniale Fussballer auch in dieser Saison pro Spiel einen Scorerpunkt bei. Auch in der letzten Partie in Genf hat Shaqiri mit einer Eckballflanke auf Philip Otele sein Soll wieder erfüllt.
Klar, die magistralen Auftritte wie zum Ende der letzten Saison, als er scheinbar nach Belieben Tore auflegte und selbst erzielte, hat es in dieser Häufigkeit in dieser Spielzeit noch nicht gegeben. Trotzdem ist der FCB auf den Superstar in den eigenen Reihen angewiesen und das läuft zumeist auch ganz ordentlich. Bis auf einen Totalausfall im Tessin verläuft die Saison des FC Basel bislang ansprechend. In der Liga ist Rotblau in Tuchfühlung mit der Tabellenspitze, im Cup hat sich der FCB ins Achtelfinale geduselt und in der Europa League konnte gegen den VfB Stuttgart, auch dank Shaqiris genialem Chip zum 2:0, ein Statement gesetzt werden.