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"Er braucht Spielzeit": Tuchels Rat an Sorgenkind Grealish

kicker

Vereinswechsel nahegelegt

Als Thomas Tuchel seinen zweiten Kader in seiner noch jungen Amtszeit als englischer Nationaltrainer nominierte, fehlte Jack Grealish wenig verwunderlich erneut. Der bis heute teuerste englische Spieler in der Premier League ist aktuell meilenweit entfernt von den Three Lions.

Grealish erlebte bei Manchester City eine Saison zum Vergessen. Zwar kam der technisch versierte Rechtsfuß wettbewerbsübergreifend auf 32 Einsätze, doch meist hatte Pep Guardiola nur als Joker auf ihn gezählt. Siebenmal stand Grealish in der Premier League in der Startelf - und wenn er die Chance bekam, konnte der mittlerweile 29-Jährige nur selten überzeugen.

Bei den Skyblues scheint seine Zeit nach vier Saisons in diesem Sommer zu Ende zu gehen, laut einem Bericht von The Athletic soll Grealish schon gar nicht mehr Teil des Kaders sein, der zur Klub-WM in die USA reist. Ein krasser sportlicher Abstieg für den eigentlich so stolzen und selbstbewussten Engländer, der 2022/23 mit den Citizens die Champions League gewann und damals eine immens wichtige Rolle spielte.

Während Guardiola scheinbar keine Verwendung mehr für Grealish sieht, setzt Tuchel durchaus noch Hoffnungen in ihn. Der 51-Jährige suchte mit Grealish schon mehrfach das Gespräch, zuletzt tauschten sich die beiden nach dem verlorenen FA-Cup-Finale der Skyblues aus. Grealish hatte über die gesamte Spieldauer auf der Bank gesessen. Tuchel gab ihm damals eine klare Botschaft mit, vor allem mit Blick auf die WM im kommenden Jahr.

Tuchel gibt Grealish nicht auf

"Er muss sich selbst zur Verfügung stellen, indem er spielt", so Tuchel, der bei Grealish es als "eine seiner Hauptstärken" ansieht, "alle drei Tage zu spielen". Mit jeder Minute in den Beinen werde Grealish nämlich besser und besser. "Das ist es, was ihm fehlt, nichts anderes."

Deutlicher kann ein Nationaltrainer eine Aufforderung zu einem Vereinswechsel eigentlich nicht aussprechen. Tuchel nimmt sich das heraus, eben weil er Grealish wohl sehr gerne beim Turnier 2026 dabei haben würde. "Ich liebe Jack wegen seiner Persönlichkeit und natürlich wegen seines Talents. Er ist ein ganz besonderer Spieler, der mit großem Druck auf dem Feld umgehen kann. Er hat keine Scheu", fand der deutsche Coach zuletzt nur lobende Worte für Grealish.

Weil sich an dessen Situation zuletzt aber nichts geändert hatte, konnte und wollte ihn Tuchel für die Spiele der Three Lions in der WM-Qualifikation nicht berücksichtigen. Findet Grealish alsbald keinen neuen Verein oder zurück zu seiner Form, dürfte das auch so bleiben.