Die Präsidenten aus allen Landesverbänden haben sich mit Blick auf die problematische Aufstiegsregelung von den Regionalligen in die 3. Liga wie erwartet gemeinsam auf eine Arbeitsgruppe geeinigt. "Ich freue mich, dass wir uns einvernehmlich mit allen Landesverbandspräsidenten auf unser Ziel geeinigt haben, eine Arbeitsgruppe zum Thema Aufstiegsreform zu bilden", sagte Hermann Winkler, Präsident des Sächsischen (SFV) und Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Winkler selbst hatte sich Anfang Juli für eine solche starkgemacht. Die Konferenz folgte dem Meinungsbild aus den jüngsten Tagungen der Regionalligen, dort hatten sich in allen fünf Staffeln die Klubs mehrheitlich für die Einsetzung einer Arbeitsgruppe ausgesprochen.
Vor allem sei es wichtig gewesen, so Winkler, dass dieses Gremium seine Arbeit bereits vor dem Bundestag am 6. November aufnimmt. So könne man im November schon erste Gesprächsergebnisse erwarten, auch wenn, wie der DFB in einem Statement betont, die AG und deren Arbeit zeitlich nicht an den Bundestag gebunden sei.
Im nächsten Schritt soll unter Koordination des DFB bis Ende September gemeinsam mit allen Beteiligten abgestimmt werden, in welcher Form, in welchem Umfang und mit wem die AG besetzt werden soll. Auch weitere Rahmenbedingungen wie Vorsitz und Moderation seien noch zu klären, ebenso der zeitliche Fahrplan.
Fünf Ligen, aber nur vier Aufsteiger
Derzeit steigen nur die Meister der Regionalligen West und Südwest direkt auf. Die Titelträger der Staffeln Nord, Bayern und Nordost wechseln sich im Rotationsprinzip mit einem direkten Aufsteiger ab. Die beiden übrigen Meister ermitteln in Hin- und Rückspiel den vierten Aufsteiger in die 3. Liga. Ein Meister geht also leer aus.
Mehr als 40 Klubs haben die Initiative "Aufstiegsreform 2025" inzwischen unterstützt. Und sie kommen längst nicht mehr nur aus dem Osten, der das Ganze mit seinen zahlreichen Traditionsvereinen in der Regionalliga erst so richtig ins Rollen gebracht hat.