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Europapokalreisen als Roulette: Wie Hellmann auf die Fan-Ausschlüsse reagiert

kicker

Vergangene Woche musste der Gästeblock beim Champions-League-Auswärtsspiel in Baku leer bleiben, trotzdem fanden etwa 1000 Eintracht-Anhänger den Weg ins Stadion bei der 2:3-Niederlage gegen Qarabag Agdam und dem damit verbundenen CL-Aus.

"Das ist der Wahnsinn, wenn man überlegt, was diese Reise logistisch bedeutet", staunt Axel Hellmann in seiner Rede auf der Mitgliederversammlung, kommt dann aber auf "ein ernstes Thema" zu sprechen.

Hellmann betont: "Auch wenn die nächste europäische Auswärtsreise möglicherweise neun Monate entfernt liegen mag, müssen wir nach fünf Auswärtsausschlüssen in sieben Spielzeiten an Stellschrauben drehen, die die Risiken reduzieren, dass sich das fortsetzt." Zwar sieht er Kollektivstrafen nicht als die richtige Antwort auf Fan-Verfehlungen, doch das ist eben die Realität, mit der sich der Klub und die Anhänger arrangieren müssen.

„Europäisch werden wir nur stark sein, wenn wir 5000, 6000, 10.000, 15.000, 20.000, 35.000 oder 40.000 Leute auswärts mit dabei haben.“ (Axel Hellmann)

"Es geht nur gemeinsam. Dieses gemeinsame Band ist dann spürbar, wenn es nicht da ist. Das haben wir auch jetzt das eine oder andere Mal wieder bei unseren Spielen in der Champions League erlebt", sagt Hellmann. Er sieht darin eine bedeutende Schwächung und bekräftigt: "Europäisch werden wir nur stark sein, wenn wir 5000, 6000, 10.000, 15.000, 20.000, 35.000 oder 40.000 Leute auswärts mit dabei haben."

Hoffnung ruht auf dem Fanbeirat

Er sieht den Vorstand, allen voran den für Fanangelegenheiten zuständigen Philipp Reschke, in der Verantwortung. Er hat dabei nicht nur den Schaden für Eintracht Frankfurt im Blick. Hellmann spricht von Fans, "die ihre Bank- und Urlaubskonten ausschöpfen für solche Reisen und dann auf einem Schaden sitzen bleiben".

Die Hoffnung ruht nun auf dem Fanbeirat. "Offensichtlich gibt es die Bereitschaft, im Fanbeirat unter der Beteiligung aller Gruppen an dieser Aufgabe und Herausforderung konstruktiv und gemeinschaftlich mitzuwirken und damit die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass wir auch mal über einen längeren Zeitraum europäisch reisen können. Das ist für mich ein gutes und wichtiges Signal der letzten Tage und gibt uns Hoffnung, dass wir hier einen Schritt vorankommen", erläutert Hellmann.

Im nächsten europäischen Auswärtsspiel, das frühestens in der kommenden Saison stattfindet, muss die SGE aufgrund der jüngsten UEFA-Strafe jedoch noch auf die Unterstützung ihrer Anhänger verzichten. Eine Berufung gegen das Urteil wurde in der vergangenen Woche abgewiesen.

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