Sturz von Tribüne
Das Nations-League-Finale in der Münchner Allianz-Arena zwischen Portugal und Spanien ist vom Tod eines Fans überschattet worden. Ein Sprecher der Polizei berichtete in der Nacht zum Montag davon, dass ein Mann vom Mittelrang auf eine Treppe im Unterrang gestürzt sei. Der Mann sei vor Ort gestorben.
Die Polizei habe wie immer in solchen Fällen die Ermittlungen übernommen und die Kriminalpolizei sei vor Ort, sagte der Sprecher. Zeugen würden vernommen und Videos gesichtet. Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte, die gegen ein tragisches Unglück sprechen würden. Der Mann kommt laut Polizeiangaben aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
Zahlreiche Rettungskräfte, Ordner und Polizisten waren kurz nach 23 Uhr und damit in der ersten Halbzeit der Verlängerung in den Bereich der Pressetribüne geeilt, in den die Person gestürzt war. Mit einer Plane als Sichtschutz wurde der Bereich abgedeckt, in dem Ärzte um das Leben des Fans kämpften.
Bewegende Trainer-Worte
Vor den Pressekonferenzen erreichte die tragische Nachricht auch die Protagonisten, die in ihren Statements über den toten Anhänger sprachen. "Wir trauern um den verstorbenen Fan. Das ist eine extrem traurige Nachricht", sagte Portugals Nationaltrainer Roberto Martinez nach dem Titelgewinn durch den Sieg im Elfmeterschießen.
Auch der spanische Nationaltrainer Luis de la Fuente gedachte nach dem Finale dem Anhänger. "Bevor wir mit den Fragen loslegen, möchte ich mein Beileid aussprechen, weil heute ein Fan auf den Zuschauerrängen gestorben ist. Das erinnert uns nochmal, was wirklich zählt im Leben. Mein Beileid an die Familie", sagte der 63-Jährige zu Beginn der Pressekonferenz.
Die UEFA betonte in ihrem Statement, dass man in dieser schweren Zeit mit den Gedanken bei den Angehörigen sei. Trotz der Bemühungen der Rettungskräfte sei die Person um 0.06 Uhr gestorben, hieß es von Verbandsseite.