Die Enttäuschung beim FC Luzern war greifbar nach dem 3:3-Unentschieden gegen den FC Sion. Der FC Luzern vergab trotz zweimaliger Zwei-Tore-Führung und Überzahl den Sieg. Besonders bitter: Die Negativserie im heimischen Stadion hält weiter an.
FCL-Trainer Mario Frick fand nach dem Spiel deutliche Worte, wie es im Blick heisst. "Sitten hat diesen Sieg ..." begann er, um sich dann zu korrigieren: "Ah, nein, ich sage schon Sieg. Der Punktgewinn von Sitten ist überhaupt nicht gestohlen." Diese Aussage verdeutlicht, wie sehr der verpasste Heimerfolg schmerzt.
Einer der Hauptverantwortlichen für den Einbruch war ausgerechnet Nati-Neuling Adrian Bajrami. Beim 2:3 in der 80. Minute liess er sich von dem erst 19-jährigen Boteli düpieren. Frick kritisierte: "Schlecht verteidigt beim 2:3 und 3:3, das reicht nicht in der Super League." Bajrami zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch: "Dieses Gegentor geht zu hundert Prozent auf meine Kappe."
Der 23-Jährige gab zu: "Nach dem Nati-Aufgebot hatte ich sehr viel Spielfreude heute, mega Lust, Fussball zu spielen. Aber nach diesem Spiel ist die Freude nicht mehr da. Ich fühle mich wirklich so, als ob wir das Spiel verloren hätten."
Eine Schlüsselszene war der umstrittene Elfmeter kurz nach der Pause, der Sitten zurück ins Spiel brachte. Bei einem Eckball sprang Freimann der Ball an den Arm. Schiedsrichter Cibelli zeigte sofort auf den Punkt. Kololli verwandelte zum 1:2.
Frick wollte sich zu dieser Entscheidung nicht äussern: "Über den Penalty will ich gar nicht sprechen", sagte er zunächst, um dann doch hinzuzufügen: "Über den Penalty, der keiner war." Eine klare Anspielung darauf, dass er die Entscheidung für falsch hielt.