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FCS-Trainer Schwartz bittet um Verzeihung - "Hiobsbotschaft" bei Sontheimer

kicker

Turbulente Tage liegen hinter dem 1. FC Saarbrücken - nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben. Da sollte das Ergebnis zum Drittliga-Auftakt beinahe noch das Beste für die Saarländer sein. Beim 3:3 in Cottbus rettete man in der Nachspielzeit einen sehr glücklichen Punkt, dennoch sollte der saarländische Auftritt einige Fragen nach dem Leistungsstand aufwerfen. So monierte auch Manuel Zeitz unter der Woche ein ganz schlechtes Defensiv-Verhalten. Dies sollte jedoch nicht der Grund sein, weshalb der 35-Jährige im Mittelpunkt der Diskussionen rund um den FCS stand.

Vielmehr brodelte ein anderes Thema im Saarland. Daher sah sich auch Trainer Alois Schwartz auf der Pressekonferenz vor dem ersten Heimspiel der Saison am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Viktoria Köln dazu gezwungen, erstmals das Wort selbst zu übernehmen und seine Sicht der Dinge klarzustellen. "Die Kapitänsfrage ist von meiner Seite insgesamt etwas unglücklich ausgedrückt worden. Ich habe vielleicht die falschen Worte gewählt", gestand der 58-Jährige unverblümt ein.

Nach neun Jahren als Kapitän hatte Schwartz aufgrund einer "sportlichen Entscheidung" dem 35-Jährigen die Kapitänsbinde entzogen, nachdem er einen Kapitän wollte, "der sehr viele Spiele macht, im Idealfall jedes Spiel". Dieses Amt übernimmt nun Innenverteidiger Sven Sonnenberg.

Sontheimer fehlt für "längere Zeit"

Unter der Woche hatte der langjährige Saarbrücker Kapitän der Darstellung seines Trainers widersprochen, wonach Zeitz nach "einem sehr ehrlichen und offenen Gespräch" geäußert habe, zudem aus dem Mannschaftsrat ausscheiden zu wollen. Doch mittlerweile habe man "alles besprochen und wir sind fein", beteuerte Schwartz.

Trotz der Degradierung wird der 35-Jährige dennoch "weiterhin ein sehr wichtiger Spieler sein und das auch bleiben". Einen Grund dafür lieferte der Trainer gleich hinterher, denn bei den Saarbrückern hören die "Hiobsbotschaften nicht auf". Die ohnehin schon angespannte Personalsituation spitzte sich im Training weiter zu. Mit Patrick Sontheimer fällt der nächste Spieler für "längere Zeit aus". Der 27-Jährige hat sich eine "große Muskel-Sehnen-Verletzung" zugezogen. "Das tut mir auch weh für den Jungen", zeigte sich Schwartz betroffen. Nach seinem Zehenbruch in der Relegation gegen Braunschweig hatte dieser in Cottbus erst sein Comeback gefeiert.

Vor dem Spiel am Samstag (14 Uhr) gegen den "harten Brocken" Viktoria Köln fehlen dem 58-Jährigen neben Sontheimer Sebastian Vasiliadis (Muskelfaserriss in der Wade), Amine Naifi (Kreuzbandriss), Philip Fahrner (Muskelfaserriss im Hüftbeuger) und Richard Neudecker (Sehnenreizung). Für die "extrem wichtige Position" rücken deshalb zwei Optionen in den Fokus: Zeitz und der flexible Youngster Elijah Krahn, der aus dem zentralen Mittelfeld eine Position nach hinten rutschen könnte. Wer das Rennen hierfür macht, gab Schwartz noch nicht preis.