Fehlercode: %{errorCode}

Wollitz über Tolga Cigerci: "Die Größenordnung würde den Verein erschüttern"

kicker

Erst in der vergangenen Saison verspielten die Lausitzer denkbar knapp als Liganeuling den Aufstieg. Deshalb möchte Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz trotz der Herbstmeisterschaft noch nicht allzu viele Worte über den Aufstieg verlieren. "Intern können wir keinen Aufstieg erwarten. Dennoch wollen wir alles dafür tun, unsere Position zu halten. Wir haben Außenseiterchancen und wollen diese Rolle annehmen und mit voller Überzeugung spielen, denn wir können nur gewinnen und nicht verlieren", so Wollitz vor dem Spiel in Saarbrücken am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker).

"Das Unmögliche möglich machen"

Durchaus überraschend redet Wollitz die Ambitionen des Vereins sehr klein und sprach davon, "das Unmögliche möglich machen zu wollen". Wollitz begründet seinen Tritt auf die Euphoriebremse: "Wenn gewisse Klubs ihre gesamte Wucht und Qualität Woche für Woche abrufen, spielt es keine Rolle, dass wir einen Umbruch hatten oder wirtschaftlich andere Voraussetzungen."

Warnend blickt der 60-jährige Cheftrainer auf den kommenden Gegner des FCE, den 1. FC Saarbrücken, der in der Vorsaison denkbar knapp in der Relegation scheiterte und sich inzwischen im Abstiegskampf wiederfindet. "Dies zeigt, wie schwierig es ist, in solchen Situationen zu performen, wenn man in eine negative Spirale kommt", blickt Wollitz auf Saarbrücken, gegen das sein Team "das Optimum braucht".

Neuzugang soll verliehen werden, Duo kann gehen

Personell verließ in der laufenden Transferperiode die Lausitzer Dennis Duah, dessen Leihe aufgelöst wurde und Torwarttalent Elias Bethke, der sich Dynamo Dresden anschloss. Wollitz wünschte dem 22-Jährigen bei seinem neuen Arbeitgeber alles Gute und hofft, "dass Dresden die Klasse hält, was wichtig für den Ostfußball wäre".

Ebenso können Theo Ogbigi und Dennis Slamar den Verein verlassen: "Für beide wird es schwer, auf Spielzeit zu kommen. Sie sind darüber informiert und wir werden sehen, ob sich ein Abnehmer findet", sagt Wollitz über die beiden Akteure. Neuzugang Gianluca Pelzer, der in diesem Winter von der TSG Hoffenheim II kam, soll unterdessen "einen passenden Verein finden, um auf Spielzeit zu kommen".

Mit kritischem Ton sprach Wollitz über die mögliche Verpflichtung von Tolga Cigerci, dem älteren Bruder von FCE-Topscorer Tolgay Cigerci: "Er hat eine außergewöhnliche Vita, dennoch würde ein Spieler seiner Größenordnung den Verein erschüttern. Man sollte sich als Verein fragen, ob man sich wirklich in diesem Regal bedienen sollte und es Sinn für die Entwicklung des Vereins macht. Das würde viel eher nach hinten losgehen als nach vorne. Dennoch möchte ich nichts ausschließen."

Cottbus feilt an der Abwehrarbeit

Der Fokus in der Wintervorbereitung lag vor allem auf der Analyse der vielen Gegentore (33). Nur das Abstiegs-Quartett Aachen, Ulm, Havelse und Schweinfurt verzeichnen eine schwächere Defensive. "Viele Tore waren individuelle Fehler. Teilweise fehlte die Erfahrung oder die Verlässlichkeit. Wir haben das angesprochen und Videos gezeigt", sagt Wollitz über die löchrige FCE-Abwehr, in der "zu viele zweite oder dritte Bälle zugelassen werden".

In der Rückrunde möchte Wollitz mit seiner Mannschaft "die Laufleistung verbessern, kompakter stehen und noch intensiver werden" und hat dabei klare Erwartungen über den Verlauf der nächsten Monate - sowie an sich selbst: "Ich erwarte von mir, den Beweis zu liefern, dass man mehr draufpacken kann. Ich habe der Mannschaft gesagt, ich erwarte von mir selbst, dass ich es schaffe, diese drei Prozent mehr aus ihnen herauszuholen."