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Hansa nimmt Favoritenrolle an - Aue reist mit Hoffnung nach Rostock

kicker

Der FC Hansa Rostock geht mit breiter Brust in den Rückrundenauftakt der 3. Liga. Zwar erwischte die Kogge nach dem Sommer einen schwachen Saisonstart, doch in den vergangenen Wochen präsentierte sich das Team von Trainer Daniel Brinkmann in starker Form. 22 Punkte aus den letzten zehn Spielen haben Hansa wieder in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen gebracht.

"Nach dem schlechten Start ist das auch nicht selbstverständlich, aber am Ende haben wir uns das erarbeitet", sagte Brinkmann auf der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag. Die erneute Favoritenrolle wolle man nicht scheuen: "Dann dürfen wir auch nicht ängstlich sein, wenn wir zum Favoriten gemacht werden. Das nehmen wir so zur Kenntnis und sollte keinen negativen Effekt haben."

Brinkmann sieht Rostock "kurz- und spätestens mittelfristig woanders"

Auch wenn der Aufstieg nach außen nicht offiziell als Saisonziel formuliert wurde, sind die Ambitionen bei Hansa klar. "Wir wissen alle, dass wir hier bei einem großen Verein in der 3. Liga arbeiten, der sich grundsätzlich in Zukunft kurz- und spätestens mittelfristig woanders sieht", so Brinkmann. In der Tabelle ist der Coach mit Platz fünf noch nicht zufrieden: "Wir wollen noch weiter klettern und da sehe ich erstmal noch vier Plätze über uns."

Die erste Bewährungsprobe wartet am Samstag mit dem FC Erzgebirge Aue (14 Uhr, LIVE! bei kicker). Trotz der schwierigen Saison der Veilchen, die als Tabellen-16. anreisen und erst einen Auswärtssieg verbuchen konnten, warnt Brinkmann vor dem Gegner: "Ich glaube, ihnen tat die Pause gut. Ich erwarte eine stabile Mannschaft aus Aue." Sicher fehlen werden bei Hansa Milosz Brzozowski, Paul Stock und Felix Ruschke.

Aue setzt auf Lord und mannschaftliche Geschlossenheit

Beim FC Erzgebirge stehen die Vorzeichen anders. Trainer Jens Härtel reist mit seinem Team als Außenseiter an die Ostsee, gibt sich aber kämpferisch. Eine zentrale Personalentscheidung fiel im Tor: Louis Lord bleibt die Nummer eins. "Er war im Flow und es gab keinen Grund, etwas zu ändern", erklärte Härtel. Lord hatte den verletzten Martin Männel in den letzten drei Spielen der Hinrunde vertreten und überzeugt.

Für Männel, der nach Hüftproblemen wieder fit ist, ist die Situation keine einfache. "Das ist immer eine schwierige Entscheidung, die wir uns nicht leicht gemacht haben", räumte Härtel ein, betonte aber den Teamgedanken. Der Routinier werde sich nicht hängen lassen, zumal die Entscheidung für die gesamte Rückrunde "nicht in Stein gemeißelt" sei.

Neben den beiden Langzeitverletzten Maxim Burghardt und Can Özkan fehlen Julian Guttau und Pascal Fallmann angeschlagen sowie der gelb-gesperrte Marvin Stefaniak. Dafür ist Stürmer Marcel Bär wieder voll belastbar und eine Option für die Startelf.

Trotz der schwierigen Ausgangslage reist Aue nicht ohne Hoffnung nach Rostock. "Wir sind heiß, wollen uns für die Vorbereitung belohnen und unbedingt etwas mitnehmen", sagte Härtel vor dem Duell mit seinem Ex-Verein, wo er von 2019 bis 2022 im Amt war. Mit geschlossenem Auftreten gegen den Ball und mehr Zielstrebigkeit nach vorne wolle man Hansa "das Leben so schwer wie möglich machen".